Diagnostik-Lexikon

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A

Analyt

Beschreibung

Acetylcholin-
rezeptor-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen den Acetylcholinrezeptor (AChR) sind für die Diagnose der Myasthenia gravis (MG) richtungsweisend und gelten als hochspezifisch für die MG. Sie sind bei 75-90% der Patienten mit aktiver und generalisierter MG und bei ca. 50-70% der Patienten mit okulärer Myasthenie nachweisbar. Da negative AChR-AAk das Vorliegen einer MG nicht sicher ausschließt, wird die parallele Bestimmung der AChR-AAk und MuSK-AAk empfohlen, damit können ca. 90% der Myasthenie-Patienten serologisch erfasst werden.

Analytik

ACLA

Autoantikörper (AAk) gegen Cardiolipine (ACLA) vom Typ IgM und IgG sind die wichtigsten AAk aus der Gruppe Phospholipid-AAk und gelten neben den ß2-Glykoprotein-I-AAk als diagnostischer Marker des Anti-Phospholipid-Syndroms (APS). Da ACLA in unterschiedlichen Frequenzen auch bei anderen Autoimmunerkrankungen und passager bei Infektionen auftreten können, muss der ACLA-Nachweis in mindestens 2 Untersuchungen im Abstand von 12 Wochen positiv sein.

Analytik

Adrenalin

Das Katecholamin Adrenalin wird im Nebennierenmark gebildet und als so genanntes Stresshormon in die Blutbahn ausgeschüttet. U.a. steigert es die Herzfrequenz und stimuliert Lipolyse und Glykogenolyse. Adrenalin passiert nicht die Blut-Hirn-Schranke, wird jedoch im ZNS synthetisiert und fungiert als Neurotransmitter.

Analytik

AFP

a-1-Fetopprotein, wird im Serum gemessen, Tumormarker, der beim Leberzellkarzinom in ca. 85% der Fälle, aber auch bei Leberzirrhose, Virushepatitis, toxischen Lebererkrankung und anderen gastrointestinalen Tumoren, Bronchialkarzinom und Keimzelltumoren erhöht sein kann. AFP in der Schwangerschaft ist Bestandteil des Down-Syndrom-Screenings.

Analytik

Albumin

Geringe Mengen von Albumin im Urin (Mikroalbuminurie) können eine beginnende diabetische Nephropathie anzeigen.

Analytik

Aldolase B-Gen

Aldolase B (ausführlich Fructose-1,6-bisphosphat-Aldolase) ist ein Enzym welches Fructose-1,6-bisphosphat in Dihydroxyacetonphosphat (DHAP) und Glycerinaldehyd (GADP) spaltet. Diese Reaktion ist ein essentieller Teilschritt im Fruktosestoffwechsel. Mutationen im Aldolase-B-Gen führen zu einem Enzym mit stark verminderter Aktivität und verursachen eine Fruktoseintoleranz. mehr...

Analytik

Aktin-AAk

Aktin ist ein Bestandteil von Mikrofilamenten, der von Autoantikörpern (AAk) gegen glatte Muskulatur (ASMA) erkannt wird. Aktin-AAk gelten als spezifisch für die Autoimmunhepatitis (AIH) Typ 1, wobei negative Aktin-AAk das Vorliegen einer AIH Typ 1 nicht sicher ausschließen. In diesen Fällen ist die Bestimmung der ANA (antinukleäre Ak) angeraten.

Analytik
Kurzinfo

Alkalische Phosphatase

Die alkalische Phosphatase ist ein Enzym, das in allen Geweben vorkommt. Im Blut machen die leber- und knochenspezifischen Isoformen 90% der Gesamt-AP aus. Eine Erhöhung kann daher auf Erkrankungen der Leber oder des Skelettsystems hinweisen. Erniedrigte Werte sind selten.

Analytik

17-alpha-Hydroxylase-AAk

Die 17-alpha-Hydroxylase ist ein Enzym, das an der Synthese von Steroidhormonen beteiligt ist und zu den Hauptzielantigenen der Autoantikörper (AAk) gegen Steroidhormon-produzierende Zellen zählt. Gebildet wird die 17-alpha-Hydroxylase in den Gonaden und in der Nebenniere. Steroid-produzierende Zell-AAk gelten als Marker autoimmuner polyglanulärer Syndrome (APS Typ 1 und 2), seltener sind sie auch beim Morbus Addison nachweisbar. 17-alpha-Hydroxylase-AAk besitzen eine prädiktive Bedeutung, da sie der Erkrankung um Jahre vorausgehen können.

Analytik

AMA

AMA (AAk gegen Mitochondrien) sind abhängig von ihrer Spezifität bei verschiedenen Erkrankungen zu finden. Der bedeutendste und häufigste AMA-Subtyp ist der M2-AMA. M2-AMA sind hochspezifisch für die primär-biliäre Leberzirrhose (PBC) und besitzen eine Sensitivität von ca. 95%. Sie gelten als frühdiagnostischer Hinweis, da AMA der PBC-Manifestation um Jahre vorausgehen können. Gelegentlich sind AMA auch bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen nachweisbar, oftmals jedoch in Assoziation mit einer PBC. Bei Verdacht auf eine autoimmune Lebererkrankung wird die Bestimmung der AMA und der M2-AMA empfohlen.

Analytik
Kurzinfo

AMPA-Rezep-
tor-AAk

AMPA-Rezeptoren bilden eine Untergruppe der Glutamatrezeptoren, der am weitesten verbreiteten Neurotransmitterrezeptoren im Zentralnervensystem. Autoantikörper (AAk) gegen AMPA-Rezeptoren sind bei einer Untergruppe von Patienten mit autoimmunvermittelter limbischer Enzephalitis nachweisbar, wobei in ca. 70% der Fälle zusätzlich ein Karzinom vorliegt (paraneoplastisches Syndrom).

Analytik

ANA

ANA sind Autoantikörper, die sich gegen Antigene des Zellkerns richten (Anti-Nukleäre Antikörper).  Dazu zählen Nukleinsäuren (z.B. Doppelstrang-DNA), Zellkernproteine (z.B. Scl70) und Ribonukleoproteine (z.B. SS-A). ANA sind ein charakteristischer Befund bei systemischen Bindegewebserkrankungen (Kollagenosen), können aber auch bei anderen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und fast allen anderen Autoimmunerkrankungen auftreten. Auch bei Gesunden, insbesondere im Alter (>60 Jahre), sind ANA gelegentlich und eher geringgradig nachweisbar. Einem positiven ANA-Befund sollte immer eine ANA-Differenzierung folgen.

Analytik
Kurzinfo

ANCA

ANCA (Anti-Neutrophile cytoplasmatische Antikörper) wurden erstmals vor knapp 30 Jahren beschrieben und haben seitdem ihren festen Platz in der Diagnostik von Vaskulitiden (Wegenersche Granulomatose, Churg-Strauss-Syndrdrom, mikroskopische Polyangiitis). ANCA werden in pANCA und cANCA unterteilt, die sich gegen die 2 Hauptzielantigene Proteinase 3 (PR3) und Myeloperoxidase (MPO) richten.

Analytik
Kurzinfo

AP 50

Der AP50-Test ist (wie auch der CH50-Test) ein Globaltests im Rahmen der Immundefektdiagnostik. Der Test erfasst die Funktionalität des Komplementsystems. Ein Ergebnis im Normbereich spricht für eine intakte Komplementaktivierung im sogenannten „Alternativen Komplementaktivierungweg“. Komplementdefekte prädisponieren für rezidivierende bakterielle Infektionen.

Analytik

Aquaporin 4-AAk

Aquaporin 4 (AQP4) ist ein Transmembranprotein, welches den Transport von Wasser durch Zellmemranen reguliert. Im ZNS ist AQP4 der dominierende Wasserkanal. Autoantikörper (AAk) gegen AQP4 sind hochspezifisch für die Neuromyelitis optica (NMO, Devic-Syndrom). Früher wurde die NMO als Variante der Multiplen Sklerose (MS) angesehen. Nach aktuellen Erkenntnissen gilt sie heute jedoch als eigenständige Erkrankung. Aquaporin 4-AAk sind in bis zu 90% der Fälle einer NMO, jedoch nicht bei MS oder anderen neurologischen Erkrankungen zu finden.

Analytik
Kurzinfo

ASCA

ASCA (Antikörper gegen Saccharomyces cerevisiae) richten sich gegen das Mannan-Epitop von Saccharomyces cerevisiae (Bäckerhefe). ASCA wurden bei Patienten mit Morbus Crohn (MC) beschrieben und sind  in 50-80% der Fälle nachweisbar, bei Patienten mit Colitis ulcerosa (CU) nur in ca.10%. Eine hohe Spezifität (85-95%) für den MC besitzt die Befundkombination aus einem positiven ASCA und einem negativen pANCA (anti-neutrophile zytoplasmatische Antikörper).

Analytik
Kurzinfo

ASL

Antistreptolysin O, Streptokokken-Antikörper, deutlich erhöhte Werte geben einen Hinweis auf Streptokokken-Folgeerkrankungen wie rheumatisches Fieber oder Glomerulonephritis. Geringe Spezifität, Ergänzung durch Anti-DNAse B (Antistreptodornase) sinnvoll.

ASMA

Hohe Titer von Autoantikörpern (AAk) gegen glatte Muskulatur (ASMA) gelten als diagnostischer Marker für die Autoimmunhepatits (AIH) Typ I. Meistens sind die ASMA gegen Aktin gerichtet und mit ANA (anti-Zellkern-Antikörper) assoziiert. Negative ASMA schließen eine AIH nicht sicher aus. Niedrige ASMA-Titer sind häufig bei Virusinfektionen, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, primär-biliärer Leberzirrhose und sogar bei Gesunden (ca.5%) nachweisbar.

Analytik
Kurzinfo

ATP

Adenosintriphosphat ist die universelle Form unmittelbar verfügbarer Energie in jeder Zelle und gleichzeitig ein wichtiger Regulator energieliefernder Prozesse. Der ATP-Spiegel wird in Leukozyten bestimmt und ist ein Marker für die aktuelle Mitochondrienfunktion. Verminderungen treten bei chronischen Entzündungszuständen und nitrosativem Stress auf. mehr...

Anayltik
Kurzinfo

Azinuszell-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen Azinuszellen des Pankreas (PAK) sind für die Diagnose des Morbus Crohn (MC) richtungsweisend. Sie sind in ca. 40% der Fälle nachweisbar. Selten finden sich PAK auch bei Colitis ulcerosa (CU) und autoimmuner Pankreatitis, bei Gesunden in der Regel nie. Da negative PAK das Vorliegen eines MC nicht sicher ausschließen, empfiehlt sich immer die parallele Bestimmung der anti-Saccharomyces cerevisiae-Antikörper (ASCA). Durch die gemeinsame Bestimmung der PAK und ASCA erhöht sich die serologische Sensitivität auf ca. 80%.

Analyik          

B

Analyt

Beschreibung

BDNF

In der Haut von Neurodermitis-Patienten bindet BDNF (brain derived neurotrophic factor) vermehrt an eosinophile Granulozyten. So fördert BDNF ihre Akkumulation und die Ausschüttung zytotoxischer Proteine und Radikale, die das Gewebe schädigen. Darüber hinaus könnte BDNF durch Interaktion mit den sensorischen Nervenfasern direkt an der Wahrnehmung des Juckreizes beteiligt sein. Der BDNF-Spiegel im Serum korreliert mit dem Schweregrad der Neurodermitis und ist als Verlaufsparameter geeignet. mehr...
Darüber hinaus ist BDNF wichtig für das Überleben von Nervenzellen und die neuronale Plastizität. Ein Polymorphismus im BDNF-Gen ist mit einer gesteigerten Reaktivität der neuroendokrinen Stressachse assoziiert. mehr...

Analytik
Kurzinfo1
Kurzinfo2

BDT

Der Basophilen-Degranulationstest (auch Basophilen-Aktivierungstest, Leukotrienreleasetest, CAST-Test) ist eine moderne Methode zum Nachweis allergischer Sensibilisierungen. Er gehört zu den Methoden der zellulären Allergiediagnostik.
Das Verfahren beinhaltet folgende Schritte: 1. Anreicherung basophiler Granulozyten aus EDTA-Blut, 2. Stimulation mit entsprechenden Allergenextrakten, 3. Messung der bei bestehender Sensibilisierung daraufhin freigesetzten Leukotriene. Im Vergleich zum spezifischen IgE (RAST/EAST) hat die zelluläre Allergiediagnostik Vorteile bei Medikamenten-, Schimmelpilz- und Berufsallergenen. mehr...

Analytik
Kurzinfo

Becherzell-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen intestinale Becherzellen (BAK) sind für die Diagnose der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Colitis ulcerosa (CU) richtungsweisend. Sie besitzen eine sehr hohe Spezifität und eine diagnostischen Sensitivität von ca. 28% für diese Erkrankung. Zusammen mit der zusätzlichen Untersuchung der pANCA können ca. 83% der CU-Patienten erfasst werden.

Analytik

β2-Glyko-protein-I-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen ß2-Glykoprotein-I (ß2-GPI-AAk) gelten neben den Cardiolipin-AAk (ACLA) auch als diagnostischer Marker des Anti-Phospholipid-Syndroms (APS). ß2-GPI-AAk sind mit venösen und arteriellen Thrombosen sowie habituellen Aborten assoziiert. Positive ß2-GPI-AAk-Befunde müssen im Abstand von 12 Wochen bestätigt werden.

Analytik
Kurzinfo

BNP

BNP ist ein 32 Aminosäure großes Peptid. Es entsteht durch Spaltung seines Vorläuferpeptids NT-ProBNP. Wie dieses ist BNP ein spezifischer Parameter für eine Herzinsuffizienz, jedoch prä-analytisch weniger stabil.

Analytik
Kurzinfo

BP180/BP230-
AAk

BP180 und BP230 sind hemidesmosomale Strukturproteine der Haut und die Hauptzielantigene der Pemphigoid-Autoantikörper (AAk). Pemphigoid-AAk gelten als hochspezifische Marker der subepidermal blasenbildenden Autoimmundermatosen (Pemphigoiderkrankungen) und sind nachweisbar beim bullösen Pemphigoid, Pemphigoid gestationes, Lichen ruber pemphigoides, vernarbenden Schleimhautpemphigoid und der linearen IgA-Dermatose.

Analytik

Burst

Oxidative Burst (engl. "burst" für "Ausbruch“), auch als respiratorischer Burst bezeichnet, ist die Freisetzung von reaktiven Sauerstoffspezies („Sauerstoffradikalen“) durch neutrophile Granulozyten und Monozyten/Makrophagen im Anschluss an die Phagozytose mit dem Ziel der Erregerelimination. Burst-Defekte gehören zu den Immundefekten. mehr...

Analytik
Kurzinfo1
Kurzinfo2

B-Zellen                                      

B-Lymphozyten gehören zum spezifischen (adaptiven) Immunsystem. Sie sind die Produzenten der Antikörper und somit Träger der humoralen Immunantwort. Der Marker kann im zellulären Immunstatus bestimmt werden. Die Bedeutung erniedrigter Werte ist gering, deutlich erhöhte Werte können bei B-Zell-Lymphomen auftreten. mehr...

Analytik

C

Analyt

Beschreibung

Calciumkanäle-
AAk

Autoantikörper (AAk) gegen spannungsabhängige Calciumkanäle reagieren mit verschiedenen Untereinheiten, wobei besonders die AAk gegen P/Q-Typ- und N-Typ-Kanäle von diagnostischer Bedeutung sind. Calciumkanäle-AAk gelten als Marker des Lambert-Eaton-Myasthenie-Syndrom (LEMS).  Ca. 60% der Patienten mit LEMS weisen ein kleinzelliges Bronchialkarzinom auf, die Prävalenz der P/Q-Typ-Calciumkanäle-AAk beträgt dann ca. 90-100%. Calciumkanäle-AAk finden sich nicht bei der klinisch ähnlichen Myasthenia gravis.

Analytik

CCP-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen CCP (cyclische citrullinierte Peptide) gelten als frühe Marker der rheumatoiden Arthritis (RA) mit einer Spezifität von ca. 98%. Sie können der Erkrankung um Jahre vorausgehen und besitzen eine prognostische Bedeutung für die Entwicklung einer erosiven RA. Hingegen korrelieren CCP-AAk nicht signifikant mit der Krankheitsaktivität der RA, sodass sie nicht als Verlaufsparameter geeignet sind. CCP-AAk bleiben im Krankheitsfall in der Regel dauerhaft positiv.

Analytik
Kurzinfo

CD28

CD28 ist ein Molekül auf T-Lymphozyten, welches essentiell für die T-Zellaktivierung ist. CD28 ist der Ligand für B7.1 (CD80) und B7.2 (CD86) der Antigen-präsentierenden Zellen.
CD28-positive CD8-Lymphozyten haben zytotoxische Eigenschaften im Unterschied zu CD28-negativen CD8-Zellen.

Analytik

CD31

CD31 (PECAM-1) ist ein Glycoprotein, welches naive T-Lymphozyten auf der Oberfläche tragen, die erst kürzlich den Thymus verlassen haben. Somit werden diese Zellen „recent thymic emigrants“ genannt. Je höher der Anteil dieser Zellen an den Gesamt-naiven T-Zellen im Blut ist, desto größer ist die Thymusreserve, d.h. dessen Fähigkeit neue naive T-Lymphozyten zu generieren. Der Marker kann im zellulären Immunstatus oder isoliert bestimmt werden.

Analytik
Kurzinfo

CD57

Subpopulation der Natürlichen Killerzellen die das Oberflächenprotein CD57 auf der Zelloberfläche exprimiert haben. CD57 ist an der Zellaktivierung beteiligt. Der Marker wird als Hinweis auf chronische Infektionsverläufe genutzt (z.B. chronische Borreliose).

Analytik

CH 50

Der CH50-Test ist (wie auch der AP50-Test) ein Globaltests im Rahmen der Immundefektdiagnostik. Der Test erfasst die Funktionalität des Komplementsystems. Ein Ergebnis im Normbereich spricht für eine intakte Komplementaktivierung im sogenannten „Klassischen Komplementaktivierungweg“ der durch Antigen-Antikörper-Komplexe ausgelöst wird. Komplementdefekte prädisponieren für rezidivierende bakterielle Infektionen.

Analytik

COMT-Gen

Das Enzym COMT spielt eine zentrale Rolle beim Abbau der Katecholamine Dopamin, Noradrenalin  und Adrenalin. Seine Aktivität wird genetisch durch den Val158Met-Polymorphismus beeinflusst. Das Met-Enzym verfügt nur über ein Viertel der Aktivität des Val-Enzyms. Daher bauen homozygote Träger der Met-Variante Katecholamine langsamer ab. Das Met-Allel wird auch mit erhöhten Cortisolspiegeln und verminderter Stressresistenz assoziiert. mehr...

Analytik
Kurzinfo

Cortisol

Cortisol ist ein Glucocorticoid, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. U.a. steigert Cortisol die Glucosekonzentration im Blut und stimuliert den Fett- und Eiweißabbau. Glucocorticoide passieren die Blut-Hirn-Schranke, wirken auf den Hypothalamus und können psychische Veränderungen hervorrufen. In hohen Konzentrationen hat Cortisol eine antientzündliche Wirkung.

Anayltik

CRP                                                 

In der Leber gebildetes Akute-Phase-Protein, Der Name kommt daher, dass CRP am C-Polysaccharid der Zellwand von Streptococcus pneumoniae binden kann. Es steigt 6-12 h nach Beginn einer akuten Entzündungsreaktion an. Die Halbwertszeit im Plasma beträt ca. 24 Stunden. Erhöhte Werte finden sich vor allem bei bakteriellen Infektionskrankheiten, rheumatischen Krankheitsbildern, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, malignen Tumoren und bei akutem Herzinfarkt. CRP ist ein sehr unspezifischer Entzündungsmarker und für den Nachweis latenter systemischer Inflammationszustände im Unterschied zu den Zytokinen weniger sensitiv.

Analytik             

D

Analyt

Beschreibung

DAO                                                   

Die Diaminooxidase ist ein in Darm- und Bronchialepithelzellen produziertes Enzym, welches im Organismus anfallendes Histamin (z.B. bei Typ I-Allergien) aber auch das über die Nahrung aufgenommene Histamin abbaut. Verminderte Werte sind typisch für eine Histaminintoleranz. Bei einem primären DAO-Mangel führen bestimmte Sequenzvarianten (Polymorphismen) im DAO-Gen zu einer deutlich reduzierten Aktivität des DAO-Enzyms. Diese genetischen Varianten können im Labor nachgewiesen werden. Ursache für einen sekundären oft reversiblen DAO-Mangel können chronisch entzündliche Darmerkrankungen, DAO-hemmende Medikamente oder ein Kupfermangel sein. Um alle Formen der Histaminintoleranz zu erfassen, sollte immer die Aktivität des DAO-Enzyms und nicht nur die Menge bestimmt werden. mehr...

Analytik
Kurzinfo         

Desmoglein 1/3-AAk

Desmoglein 1 und Desmoglein 3 sind transmembranöse Adhäsionsmoleküle der Stachelzelldesmosomen, die den Zusammenhalt benachbarter Keratinozyten vermitteln. Sie sind Hauptzielantigene der Pemphigus-Autoantikörper (AAk). Pemphigus-AAk gelten als hochspezifische Marker der intraepithelial blasenbildenden Dermatosen (Pemphiguserkrankungen) und sind nachweisbar beim Pemphigus vulgaris und Pemphigus foliaceus.

Analytik

Diabetes mellitus Typ 1-AAk

Autoantikörper (AAk) sind für die Prädiktion und Diagnostik des Diabetes mellitus Typ 1 (T1D) von großer Bedeutung, da diese schon Jahre vor der klinischen Manifestation im Blut nachweisbar sind. Der T1D ist eine Autoimmunerkrankung, die durch die progrediente Zerstörung der Beta-Zellen des Pankreas gekennzeichnet ist. Die Folge ist ein absoluter Insulinmangel. Zu den T1D-spezifischen AAk gehören die Insulin-AAk, Inselzell-AAk, GAD-AAk und IA2-AAk.

Analytik
Kurzinfo

Dopamin

Das Katecholamin Dopamin ist ein Zwischenprodukt bei der Biosynthese von Noradrenalin und Adrenalin. Im peripheren und zentralen Nervenystem wirkt es als Neurotransmitter. Es passiert die Blut-Hirn-Schranke nicht. Viele Antidepressiva beeinflussen die Dopamin- (und Noradrenalin-) abhängige Signalweiterleitung im ZNS.

Analytik

Dopamin-
Transporter

Der Dopamin-Transporter ist ein Molekül in der Zellmembran von dopaminhaltigen Neuronen. Seine Funktion ist der Rücktransport von Dopamin aus dem synaptischen Spalt in die Nervenzelle. Der untersuchte Promoterpolymorphismus (40bp-VNTR) ist ein genetischer Risikofaktor für Erkrankungen aus dem depressiven Formenkreis.

Analytik

dsDNA-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen Doppelstrang-DNA (dsDNA) sind der wichtigste serologische Marker des systemischen Lupus erythematodes (SLE). Sie sind in Abhängigkeit von der Krankheitsaktivität und den Organmanifestationen unterschiedlich nachweisbar, am häufigsten treten sie bei aktivem SLE mit Nierenbeteiligung auf (> 95%). Ein negativer dsDNA-AAk-Nachweis schließt einen SLE nicht aus.
Außerdem gelten dsDNA-AAk auch als Prognosemarker, sie weisen auf schwere Krankheitsverläufe des SLE mit Organmanifestationen (Niere, ZNS) hin.
Für eine Kontrolle des Krankheitsverlaufes wird der dsDNA-AAk-ELISA empfohlen, da die Ak-Konzentration meist mit der Aktivität der Erkrankung korreliert.

Analytik

E

Analyt

Beschreibung

ECP

Eosinophiles cationisches Protein ist ein im Serum nachweisbarer Marker für die Aktivierung der Eosinophilen Granulozyten.
Erhöhte Werte treten bei floriden Allergien aber auch Parasitosen auf. mehr...

Analytik
Kurzinfo

Einzelstrang-DNA-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen Einzelstrang-DNA (ssDNA) sind bei Patienten mit SLE (systemischer Lupus erythematodes) und anderen Kollagenosen nachweisbar, finden sich aber auch bei anderen Autoimmun- und Infektionserkrankungen (hier passager). Damit bleibt die klinische Relevanz der ssDNA-AAk eher gering. Im Fall eines SLE korrelieren die ssDNA-AAk, ähnlich wie die dsDNA-AAk mit der Krankheitsaktivität.

Analytik

ENA-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen extrahierbare nukleäre Antigene (ENA).  Der Test beinhaltet AAk gegen SS-A/Ro, SS-B/La, Sm, U1-snRNP, Scl-70 und Jo-1 (als zytoplasmatisches Antigen fälschlicherweise meist unter dem Begriff mitgeführt). Die ENA-AAk-Untersuchung sollte bei einem positiven ANA-Nachweis zur Differenzierung durchgeführt werden.

Analytik

Endomysium-
AAk

Autoantikörper (AAk) gegen Endomysium (EMA) gelten als hochspezifische Marker der Gluten-sensitiven Enteropathie (Zöliakie, Sprue). Sie weisen mit 95-100% die höchste Spezifität und mit 83-100% die höchste Sensitivität auf. Die relevanten Antikörper sind jedoch vom Typ IgA. Da die Antikörper-Konzentration mit der Krankheitsaktivität der Zöliakie korreliert, sind EMA auch zur Verlaufskontrolle und Diätüberwachung geeignet. Das Enzym Transglutaminase ist Hauptzielantigen der EMA. mehr...

Analytik

Entzündungs-
grad                                            

Ein aus den Zytokinpolymorphismen von IL1a (Locus -889 C/T), IL1b (Locus+3953 C/T) IL1RN (Locus +2018 T/C) und TNFa (Locus –308 G/A) über einen Algorithmus ermittelter Grad der Werte von 0 bis 4 annehmen kann. Mit zunehmendem Entzündungsgrad ist eine stärker werdende Entzündungsantwort des unspezifischen Immunsystems zu erwarten.

Analytik         

F

Analyt

Beschreibung

Fruktose-
intoleranz

Die hereditäre Fruktoseintoleranz (HFI) ist eine Fruktose-Stoffwechselstörung, bei der hepatotoxische und Hypoglykämie-verursachende Metabolite entstehen. Verursacht wird sie durch Mutationen im Aldolase-B-Gen. mehr...

Analytik
Kurzinfo  

Fruktose-
Malabsorption      

Neben einer Fruktoseintoleranz (Fruktose-Stoffwechelstörung) können auch Fruktose-Transport-Probleme eine Fruchtzucker-unverträglichkeit verursachen. Bei dieser als Fruktose-Malabsorption bezeichneten Unverträglichkeit liegt eine eingeschränkte Transportkapazität des Transportproteins GLUT5 in der Dünndarmschleimhaut vor, wodurch die Fruktose im Dünndarm nur unzureichend resorbiert wird. Die Diagnostik der Fruktosemalabsorption kann mittels H2-Atemtest (Fruktosebelastungstest) erfolgen. Allerdings ist zu beachten, dass vor der Durchführung eines Fruktosebelastungstestes zunächst immer erst eine Fruktoseintoleranz (HFI) mittels Fruktoseintoleranz-Gentest ausgeschlossen werden sollte, da bei HFI-Patienten eine Belastung mit Fruktose zu lebensbedrohlichen Stoffwechselkrisen führen kann. mehr...

G

Analyt

Beschreibung

GABA-b-Rezeptor-AAk

Metabotrope GABA-b-Rezeptoren binden spezifisch den inhibitorischen Neurotransmitter γ-Aminobuttersäure (GABA). Autoantikörper (AAk) gegen den GABA-b-Rezeptor inhibieren die Rezeptorfunktion und führen zu einer autoimmunen limbischen Enzephalitis. Die AAk gegen GABA-b-Rezeptor finden sich in 50-80% der Fälle einer autoimmunen limbischen Enzephalitis mit einem Tumor, meist mit einem kleinzelligen Bronchialkarzinom.

Analytik

GAD-AAk

GAD (Glutamat-Decarboxylase) ist ein Enzym, das vorwiegend in den ß-Zellen des Pankreas gebildet wird. Autoantikörper (AAk) gegen GAD sind diagnostische Marker des Diabetes mellitus Typ 1 (T1D), können präsymptomatisch nachweisbar sein und haben eine prädiktive Bedeutung. GAD-AAk sind bei Kindern und Jugendlichen mit T1D in ca. 70-90% der Fälle und bei Erwachsenen mit LADA (latent insulinpflichtiger Diabetes mellitus im Erwachsenenalter) in ca. 40% der Fälle nachweisbar. Da das Risiko einen T1D zu entwickeln mit der Anzahl und dem Titer der nachgewiesenen AAk steigt, ist immer eine parallele Bestimmung der T1D-spezifischen AAk angeraten.

Analytik
Kurzinfo

Gangliosid-AAk

Ganglioside sind Zellmembran-Glykolipide, die v.a. in den Myelinscheiden von Nervenzellen angereichert sind. Daher sind Autoantikörper (AAk) gegen Ganglioside besonders bei autoimmunen peripheren Neuropathien (NP) nachweisbar. Ein Großteil dieser Erkrankungen weist überwiegend demyelinisierende Schädigungen auf, die auf autoimmune Prozesse zurückzuführen sind. Zu den peripheren NP zählen z.B. das Guillain-Syndrom (GBS), die chronisch-entzündliche demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP), die multifokale motorische NP (MMN) und das Miller-Fisher-Syndrom (MFS).

Analytik
Kurzinfo

GBM-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen die glomeruläre Basalmembran (GBM) gelten als Marker-Antikörper des Goodpasture-Syndroms (anti-GBM-Nephritis), das durch das gemeinsame Auftreten einer rasch progredienten Glomerulonephritis (RPGN) mit einer pulmonalen Hämorrhagie definiert ist. Die Sensitivität und Spezifität der GBM-AAk beträgt ca. 95%.

Analytik

Gliadin-Ak

Antikörper zur Screening-Diagnostik der Gluten-sensitiven Enteropathie (Zöliakie, Sprue). Die Detektion von Gliadin-Antikörpern ist zwar sehr empfindlich (v.a. bei Bestimmung von IgG- und IgA-Antikörpern) aber nicht sehr spezifisch. Gliadin-Antikörper treten auch bei Allergikern (Atopikern), Personen mit anderen Autoimmunerkrankungen und bei etwa 5 % der gesunden Bevölkerung auf. Die seit 2008 mögliche Messung von AK gegen deamidiertes Gliadin ist allerdings deutlich spezifischer. Wichtig sind die Gliadin-AK vor allem für die Therapieüberwachung: Bei strikter Einhaltung einer glutenfreien Diät sinken die Gliadin-Antikörper gleichzeitig mit dem Abklingen der Krankheitssymptome ab. mehr...

Analytik

Glutenintoleranz

Die Glutenintoleranz (Zöliakie) ist eine lebenslange Überempfindlichkeit gegen das in vielen Getreidesorten vorkommende Kleberprotein Gluten. Sie tritt bei genetisch prädisponierten Personen auf. Es handelt sich nicht um eine Allergie, sondern um eine Autoimmunerkrankung. Diagnostisch haben die Ak-Nachweise gegen Gewebstransglutaminase, Endomysium und gegen deamidiertes Gliadin einen hohen Stellenwert. Die Untersuchung auf die HLA-Merkmale DQ2, DQ7 und DQ8 ist wertvoll für die Ausschlußdiagnostik einer Zöliakie. mehr...

Analytik

Glutathion

Glutathion (GSH) ist ein schwefelhaltiges Tripeptid aus Glutaminsäure, Glycin und Cystein. Es wird in der Leber gebildet und ist ein bedeutendes wasserlösliches zelluläres Antioxidanz und ein wichtiger Enzymkofaktor. Glutathion liegt in einer reduzierten (GSH) und einer oxidierten Form (GSSG) vor, deren Mengenverhältnis zueinander den Redoxstatus innerhalb der Zelle bestimmt. Bei der intrazellulären Glutathionbestimmung wird die wichtige antioxidativ wirksame reduzierte Form in verschiedenen Immunzellen gemessen. Verminderte Werte sind meist Ausdruck eines erhöhten Verbrauches z.B. bei Schadstoffbelastung oder chronisch entzündlichen Prozessen. mehr...

Analytik
Kurzinfo

                           

GR-             Aktivität          

Der Glukokortikoid-Rezeptor (GR) wird durch Cortisol und synthetische Glukokortikoide aktiviert und leitet das Signal an den Zellkern weiter. Hier bewirkt er über Regulation der Genexpression u.a. die negative Rückkopplung der HHN-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse) sowie eine Hemmung der Immunaktivierung. Studien haben gezeigt, dass die Aktivität des Glukokortikoid-Rezeptors bei Depression häufig vermindert, bei Chronic Fatigue jedoch oft gesteigert ist.                                            

Analytik
Kurzinfo

H

Analyt

Beschreibung

Haut-AAk

Haut-Autoantikörper (Pemphigus-/Pemphigoid-AAk) gelten als hochspezifische diagnostische Marker von bullösen Autoimmunerkrankungen, den Pemphigus- bzw. Pemphigoiderkrankungen. Diese Erkrankungsbilder sind durch den Nachweis von AAk gegen verschiedene Strukturproteine der Haut gekennzeichnet. Pemphigus-AAk richten sich gegen Desmosomen (besonders Desmoglein 1 und 3) und führen zu intraepithelialer Blasenbildung.  Die gegen Hemidesmosomen gerichteten  Pemphigoid-AAk erkennen vorrangig die Antigene BP180 und BP230 und führen zu subepithelialer Blasenbildung.

Analytik

Herzmuskel-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen Herzmuskel (HMA) finden sich bei dilatativer Kardiomyopathie, Myokarditiden bakteriologischer oder viraler Genese, beim Post-Myokardinfarkt-Syndrom sowie beim rheumatischen Fieber. Da HMA auch bei Gesunden nachweisbar sind, gelten erst hochtitrige HMA als diagnostisch wertvoll.

Analytik

Histamin

Histamin, chemisch 2-(4-Imidazolyl)-ethylamin, ist ein Gewebshormon und Neurotransmitter im menschlichen Organismus. Histamin ist Vermittler bei Typ I-allergischen Reaktionen. Auch für die Aktivierung der Magensäureproduktion sowie im Zentralnervensystem (Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus und der Appetitkontrolle) wirkt Histamin als wichtiger Regulator. Erhöhte Werte kommen bei aktiven allergischen Prozessen, Parasitosen und bei der Histaminintoleranz (verminderter Abbau) vor. mehr...

Analytik

Histone-AAk

Histone sind DNA-assoziierte Proteine und befinden sich in Zellkernen. Autoantikörper (AAk) gegen Histone sind zwar nicht erkrankungsspezifisch,  weisen jedoch in hohen Titern auf das Vorliegen eines systemischen Lupus erythematodes (SLE) oder Arzneimittel-induzierten  Lupus hin. Ansonsten findet man Histon-AAk auch bei anderen Erkrankungen, insbesondere aus dem rheumatischen Formenkreis, wie z.B. bei Rheumatoider Arthritis, RA-Vaskulitis, juvenil-chronischer Arthritis, Felty-Syndrom.

Analytik

Homocystein

Homocystein-Erhöhungen sind ein Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen. Homocystein ist ein Produkt des Methioninstoffwechsels. Es entsteht als Abbauprodukt, wenn Methionin als Methylgruppendonator die Methylgruppe auf verschiedene intrazelluläre Akzeptoren überträgt. Das dabei entstandene Homocystein kann nachfolgend entweder durch Remethylierung zu Methionin regeneriert oder abgebaut werden. Der Abbau geschieht in einer zweistufigen Reaktion und ist abhängig von Vitamin B6. Die Regeneration zu Methionin erfolgt hauptsächlich über den Tetrahydrofolatstoffwechel, in dem die MTHFR (siehe dort) eine zentrale Rolle spielt.

Analytik           

21-Hydroxylase-
AAk                                  

Die 21-Hydroxylase (21-OH) ist ein Enzym, das in der Nebenierenrinde (NNR) gebildet wird und an der Synthese von Steroidhormonen beteiligt ist. Die 21-OH zählt zu den Hauptzielantigenen der Autoantikörper (AAk) gegen Steroidhormon-produzierende Zellen und diese werden auch als NNR-AAk bezeichnet. NNR-AAk gelten als Marker der Autoimmunadrenalitis (idiopathischer Morbus Addison) mit prädiktiver Bedeutung, denn sie können schon vor der Manifestation der Erkrankung nachweisbar sein.

Analytik

I

Analyt

Beschreibung

IA-2-AAk

IA-2 (Tyrosinphosphatase) ist an der Regulation der Insulinsekretion beteiligt. Autoantikörper (AAk) gegen IA-2 gelten als diagnostische Marker des Diabetes mellitus Typ 1 (T1D), können präsymptomatisch nachweisbar sein und haben eine prädiktive Bedeutung. IA-2-AAk treten meist nach Insulin- und GAD-AAk auf und finden sich in ca. 50-70% der Fälle im Kinder-/Jugendalter. Da das Risiko einen T1D zu entwickeln mit der Anzahl und dem Titer der nachgewiesenen AAk steigt, ist immer eine parallele Bestimmung der T1D-spezifischen AAk angeraten.

Analytik
Kurzinfo

IDO-Aktivität

Die Indolamin-2,3-Dioxygenase (IDO) wird in Monozyten und Lymphozyten exprimiert und baut Tryptophan ab. Proentzündlichen Zytokine (insbesondere IFNgamma) steigern die IDO-Aktivität. Eine hohe IDO-Aktivität fördert eine depressive Symptomatik über zwei Mechanismen: Sie baut mit Tryptophan die Ausgangssubstanz für die Serotonin-Synthese ab und produziert gleichzeitig im Nervensystem wirksame Kynurenin-Metabolite. Aufgrund des letzteren Vorgangs ist eine Tryptophan-Supplementierung bei erhöhter IDO-Aktivität nicht angeraten. Die Bestimmung der IDO-Aktivität empfiehlt sich somit bei erniedrigten Tryptophan-Spiegeln zur Ursachenklärung und vor einer Tryptophan-Supplementierung. 

Analytik
Kurzinfo

IFN-γ

Gamma-Interferon I (IFN-γ; „Immun-Interferon“, früher Typ II-Interferon, von engl. to interfere eingreifen) ist ein proentzündliches T-Zellzytokin. IFN-g wird von aktivierten TH1-Zellen gebildet. Aktivierung und Differenzierung zytotoxischer T-Lymphozyten sowie die Verstärkung der Antigenpräsentation von Makrophagen und der zytotoxischen Aktivität der NK-Zellen.

Anayltik

IL-1-beta

Interleukin-1-beta ist neben TNF-a das wichtigste proentzündliche Schlüsselzytokin. IL1 wird von Zellen des unspezifischen Immunsystems produziert (Monozyten/Makrophagen, Endothelien, Keratinozyten, Synoviazellen). Es hat vielfältige Effekte u.a. Aktivierung von Granulozyten, Monozyten, und Lymphozyten, Induktion von Muskel- und Fettgewebsabbau, Knochenabbau und hemmung des Knochenaufbaus durch starke Aktivierung von Osteoklasten, zentralnervöse Wirkungen wie Anorexie-, Fatigue und Fieberinduktion. Die Intensität der Bildung von IL1b nach Immunaktivierung ist genetisch determiniert.

Analytik

IL-1ra

Der lösliche IL-1-Rezeptor-Antagonist wird von Monozyten/Makrophagen sezerniert und inhibiert die Wirkung von IL-1 durch kompetitive Bindung an den IL-1-Rezeptor. Auf diese Weise hemmt sIL-1ra die proentzündliche Immunantwort.

Analytik

IL-2            

Interleukin-2 wird von aktivierten CD-4-Helferzellen gebildet. Es wirkt auf andere Lymphozyten und NK-Zellen stimulierend. Das autokrin und parakrin wirkende Zytokin wird von T-Helfer-Zellen aller TH-Untergruppen ausgeschüttet und induziert die wichtige Expansion von aktivierten Lymphozyten (T-Zell-Proliferationsfaktor). Es ist somit ein guter Indikator für die globale Immunkompetenz. 

Analytik

IL-2-Ralpha, löslich     

löslicher IL-2-Rezeptor, sIL-2R. Das Molekül wird von der Oberfläche aktivierter T-Lymphozyten abgegeben und stellt somit einen Blutmarker für die T-lymphozytäre Immunaktivierung dar.

Analytik
Kurzinfo

IL-4

Interleukin-4 wird, von den TH2-Helfer-Zellen ausgeschüttet (Markerzytokin der TH2-Immunantwort). Diese fördern die Differenzierung von B-Zellen in Plasmazellen und stimulieren diese zur Antikörper-Synthese Eine gesteigerte IL-4-Synthese spricht für ein Überwiegen der TH2-Immunantwort und tritt häufig bei Atopikern und einigen Autoimmunerkrankungen auf. Auch bei verschiedenen chronischen Infektionen tritt im fortgeschrittenen Stadium ein TH2-Shift ein.

Analytik

IL-4-Polymor-
phismus

IL-4 stimuliert die B-Zellaktivierung und die IgE-Produktion. Andererseits hemmt IL-4 die TH1-Immunantwort, was zu einer eingeschränkten Erreger-Immunantwort führt. Die durch IL-4 hervorgerufene TH2-Dominanz begünstigt somit die Entwicklung eines chronisch entzündlichen Krankheitsprozesses. Der Polymorphismus C-590T im IL-4-Gen führt zu einer gesteigerten IL-4-Synthese und stellt somit einen Prädispositionsfaktor für TH2-assoziierte Entzündungserkrankungen dar. Die Intensität einer TH2-hemmenden immunmodulierenden Therapie sollte bei Vorliegen des IL-4-Polymorphismus intensiver und nachhaltiger erfolgen.

Analytik   

IL-6

Proentzündliches Zytokin (einige antiinflammatorische Effekte werden diskutiert), neben Monozyten auch von Endothelzellen und Fibroblasten sezerniert (daher Rückschluß auf Gewebedestruktion und Nekrose möglich), IL6 wirkt auf B-Zellen (Reifung), Monozyten/ T-Zellen (Aktivierung) und Hepatozyten (Induktion von Akute-Phase Proteinen wie CRP u.a.), geeigneter „Akute Phase- und Verlaufsparameter“ bei chronischen Immunaktivierungen.

Analytik

IL-8

Interleukin-8  ist ein proentzündlicher körpereigener Botenstoff aus der Gruppe der CXC-Motiv-Chemokine. IL-8 wird insbesondere von Endothelzellen, Monozyten, Epithelzellen und Fibroblasten produziert. Als Entzündungsmediator ist dieses Zytokin bei der chemotaktischen Rekrutierung von neutrophile Granulozyten in das entzündete Gewebe involviert. Darüber hinaus ist IL-8 ein Angiogenesefaktor und ist als solcher an der Bildung und Neubildung von Blutgefäßen beteiligt.

Analytik

IL-10

Immunregulatorisches antientzündliches Zytokin, es wird von Monozyten/Makrophagen und von regulatorischen T-Zellen gebildet. Es hemmt die IFNg-Produktion von TH1-Zellen sowie die Bildung von TNF-a, IL1 und IL6 in Monozyten/Makrophagen.

Analytik

IL-17

Interleukin-17 wird von den erst kürzlich beschriebenen TH17-Helfer-Zellen produziert, was das bisher akzeptierte, sehr strikte TH1/TH2-Modell endgültig in Frage gestellt hat. TH17-Zellen vermitteln zwar ähnlich den IFN-γ-produzierenden TH1-Zellen proentzündliche Effekte, ihre Bedeutung liegt aber eher bei den chronisch-entzündlichen Immunprozessen. So werden effiziente TH1 (IFN-γ)-Immunantworten durch IL-17 unterdrückt, was zur Persistenz des Erregers oder Antigens und somit zur Chronifizierung der Immunreaktion (Chronische Infektion, Autoimmunerkrankungen) führt.

Anayltik

IgA

Immunglobulin A sind Antikörper. Sie sind als dimere Form vor allem auf den Schleimhäuten und in den externen Körperflüssigkeiten (zum Beispiel Urogenitalschleim, Milch, oder Eingeweideflüssigkeiten) vorhanden und stellen dort die wichtigste Abwehrbarriere gegen Krankheitserreger dar. Der IgA-Mangel ist neben dem MBL-Mangel der häufigste Immundefekt (ca. 1:250).

Analytik

IgE

Diese Antikörperklasse hat die Fähigkeit, sich über Fc-Rezeptoren an Mastzellen oder basophile Granulozyten zu binden und dort über Jahre hinweg im Körper zu bleiben. Bindet es ein Allergen, so veranlasst es die Mastzelle, Stoffe auszuschütten, die eine Allergie auslösen (Histamine, Leukotriene). Seine physiologische Funktion liegt in der Abwehr von Parasiten und Würmern. Ein erhöhtes Gesamt-IgE im Serum ist ein Marker für eine TH2-getriggerte atopische Disposition. Der Nachweis von allergen-spezifischem IgE dient in der Allergiediagnostik zur Identifizierung von Typ I-Soforttypallergien.

Analytik

IgG

Immunglobulin G wird nach dem IgM in einer verzögerten Abwehrphase (nach 2-3 Wochen) gebildet und bleibt oft lebenslang erhalten. Der Nachweis Erreger-spezifischer IgG zeigt eine durchgemachte Infektion oder eine Immunität nach Impfung an.
IgG-Mangel kann Folge eines angeborenen oder erworbenen Immundefektes sein (siehe auch IgG-Subklassen). Auch die klinisch bedeutsamen Autoantikörper sind vom IgG-Typ.

Analytik

IgG-Subklassen   

Die IgG-Antikörper setzen sich aus vier verschiedenen Subklassen IgG1 bis 4 zusammen. Sie unterscheiden sich biochemisch aber insbesondere auch hinsichtlich ihrer Funktionen in der Immunabwehr. Ein Mangel einer Immunglobulin-Subklasse muss nicht mit einer Verminderung der Gesamt-IgG-Konzentration einhergehen. Die IgG-Subklassenanalyse gehört zur Diagnostik bei humoralen Immundefekten. mehr...

Analytik
Kurzinfo

IgM

Immunglobulin M ist die Klasse von Antikörpern, die bei Erst-Kontakt (Primärinfektion) mit Viren, Bakterien und anderen Erregern initial gebildet wird. Ein Anstieg zeigt die akute Infektionsphase einer Krankheit an (frische Infektion).

Analytik

Inselzell-AAk (ICA)

Autoantikörper (AAk) gegen Inselzellen (ICA) richten sich gegen Antigene der Inselzellen des Pankreas. Die Hauptzielantigene sind GAD (Glutamatdecarboxylase) und IA-2 (Tyrosinphosphatase). ICA gelten mit einer Spezifität von ca. 96% als Marker-Antikörper des Diabetes mellitus Typ 1 (T1D). Da das Risiko einen T1D zu entwickeln mit der Anzahl und dem Titer der nachgewiesenen Autoantikörper (AAk) steigt, ist immer eine parallele Bestimmung der T1D -spezifischen AAk angeraten.

Analytik
Kurzinfo

Insulin-AAk

Insulin wird in den ß-Zellen des Pankreas gebildet und spielt in der Blutzuckerregulation eine entscheidende Rolle. Autoantikörper (AAk) gegen Insulin (IAA) sind mit dem Diabetes mellitus Typ 1 (T1D) assoziiert und treten oft als erste T1D -spezifische AAk auf. So ist die Prävalenz der IAA bei Kindern deutlich höher als bei Erwachsenen. Insulin-AAk sind wie auch Inselzell-AAk, GAD-AAk und IA2-AAk schon Jahre vor Erkrankungsmanifestation nachweisbar.

Analytik
Kurzinfo

Intrinsic-Faktor-AAk

Der Intrinsic-Faktor (IF) ist ein Sekretionsprodukt der Parietalzellen des Magens und für die Aufnahme des Vitamins B12 im Ileum erforderlich. Autoantikörper (AAk) gegen den IF sind mit der Autoimmungastritis und der damit verbundenen perniziösen Anämie assoziiert. Da der gleichzeitige Nachweis von IF-AAk und Parietalzell-AAk die diagnostische Sensitivität erhöht, wird die parallele Bestimmung der AAk empfohlen.

Analytik

IP-10                               

Interferon-gamma induced protein 10 kD ist ein Protein, was vor allem von Monozyten und Makrophagen nach Kontakt mit IFN-γ produziert wird. Da IP-10 ausschließlich durch Interferone induziert wird und selbst in deutlich höheren Spiegeln im Blut zirkuliert als die Interferone selbst, ist dieses Chemokin ein idealer Marker um die biologische Aktivität des IFN-γ und somit die T-zelluläre Immunaktivierung quantitativ zu bestimmen.

Analytik
Kurzinfo  

J

Analyt

Beschreibung

Jo-1-AAk                                                        

Die Autoantikörper (AAk) gegen Jo-1 zählen zu der Familie der Aminoacyl-t-RNA-Synthetase-Antikörper und sind am häufigsten nachweisbar. Jo-1-AAk gelten als diagnostische Marker der autoimmunen Myositis (Poly-/Dermatomyos) mit einer  Spezifität von fast 100%. Jo-1-positive Patienten zeigen häufig einen schwereren Krankheitsverlauf. Die Titer der AAk können mit der Krankheitsaktivität korrelieren und bei erfolgreicher Therapie/ in Remission verschwinden.

Analytik    

K

Analyt

Beschreibung

Kaliumkanäle-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen Antigene des Komplexes spannungsabhängiger Kaliumkanäle („voltage-gated potassium channel complex“, VGKC-Komplex) sind nachweisbar bei Patienten mit Neuromyotonie (40-100%), Morvan-Syndrom und limbischer Enzephalitis (bis zu 50%, hohe Titer). Die Kaliumkanäle-AAk richten sich in der Mehrzahl gegen die Kaliumkanäle-assoziierten Proteine LGI-1 (leucine-rich glioma inacivated 1) und CASPR2 (contactin-associated protein related 2). Tumore sind bei Patienten mit Kaliumkanal-AAk die Ausnahme, dann in der Regel bei CASPR2-AAk-positiven Patienten.

Analytik
Kurzinfo

Katecholamine

Die Gruppe der Katecholamine umfasst die biogenen Amine Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin. Sie werden im Nebennierenmark und im Nervensystem in einem gemeinsamen Biosyntheseweg aus der Aminosäure Tyrosin produziert. Als Hormone sind sie an der Stressreaktion des Körpers beteiligt. Als Neurotransmitter regulieren sie vielfältige Prozesse und spielen u.a. eine Rolle bei der Entstehung von Krankheiten aus dem depressiven Formenkreis.

                       

Kollagen 1A1        

Typ1-Kollagen macht den Hauptproteinbestandteil des Knochens aus. Ein Polymorphismus im Kollagen 1A1-Gen (G2046T) ist mit geringerer Knochendichte und häufigerem Auftreten osteoporotischer Frakturen assoziiert. Diese Genvariante liefert nach heutigem Wissensstand den aussagekräftigsten genetischen Anhaltspunkt für eine ererbte Osteoporose-Prädisposition.

Analytik

L

Analyt

Beschreibung

Laktose-
intoleranz

Der in der Nahrung enthaltene Milchzucker (Laktose) wird im Dünndarm durch das Enzym Laktase gespalten. Mangelt es an dem Enzym Laktase spricht man von einer Laktoseintoleranz, bei der ungespaltene Laktosemoleküle zu einer vorallem gastrointestalen Symptomatik führen. Diagnostisch ist es wichtig, zwischen primärer und sekundärer Form zu unterscheiden. Während die genetisch bedingte primäre Laktoseintoleranz lebenslang besteht, ist eine sekundär verursachte Laktoseintoleranz möglicherweise reversibel. mehr...

Analytik
Kurzinfo

LBP

Lipopolysaccharide binding protein ist ein Akutphasen Glycoprotein im Serum, welches bei bakteriellen Infektionen ansteigt. Es hat seine Bedeutung bei der Differenzierung zwischen bakteriellen und nicht-bakteriellen Infektionen.

Analytik

LDL-Cholesterin

Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin ist das wichtigste Transportprotein für zirkulierendes Cholesterin. Erhöhtes LDL ist einer der Hauptrisikofaktoren für Atherosklerose und Herzinfarkt.

Analytik

Leber-AAk

Autoantikörper (AAk) sind für die Differentialdiagnostik von autoimmunen chronischen Lebererkrankungen von großer Bedeutung. Dazu zählen die Autoimmunhepatitis (AIH), die primär-biliäre Leberzirrhose (PBC), die primär-sklerosierende Cholangitis (PSC) und Overlap-Syndrome. Autoimmune Leberkrankungen sind gekennzeichnet durch Toleranzverlust gegenüber dem Lebergewebe. Die Folge ist Entzündung und Zerstörung von Leberzellen oder Gallengängen. Zu den klinisch relevanten AAk gehören: ANA, ASMA, AMA, LKM-1-AAk und SLA-AAk.

Analytik
Kurzinfo

Leptin

Leptin ist ein Hormon, das von Adipozyten produziert wird. Der Leptinspiegel im Blut korreliert mit der Fettmasse des Körpers. Leptin bindet an Rezeptoren im Hypothalamus, hemmt die Nahrungsaufnahme und reguliert den Energiehaushalt. Patienten mit metabolischem Syndrom entwickeln eine hypothalamische Leptin-Resistenz.

Analytik

Lipoprotein (a)

Dimer aus einem LDL-Molekül und Apo(a), Bestandteil atherosklerotischer Plaques. Die Bestimmung von Lp(a) ergänzt die Einschätzung des Atherosklerose-Risikos bei erhöhten LDL-Cholesterin-Werten.

Analytik

LKM-1-AAk

Die Autoantikörper (AAk) erkennen mikrosomale Antigene in Leber und Niere (LKM), insbesondere das Hauptzielantigen Cytochrom P450 2D6. LKM-1-AAk gelten als Marker und Diagnosekriterium der Autoimmunhepatitis (AIH) vom Typ 2 und finden sich besonders bei jungen Patienten. Sie dienen der Abgrenzung von anderen AIH-Typen und Virushepatitiden.

Analytik
Kurzinfo

Lp-PLA2

Die Bestimmung der Lp-PLA2 (Lipoprotein-assoziierte Phospholipase 2) dient zum Nachweis einer vaskulären Entzündung und erlaubt im Unterschied zu den klassischen Entzündungsmarkern die Differenzierung zu einer systemischen Entzündungsreaktion. Die Masse und die Aktivität von Lp-PLA2 sind eng mit den klinischen Folgekrankheiten einer koronaren Herzkrankheit assoziiert.

Analytik
Kurzinfo

LTT

Der Lymphozytentransformationstest (LTT) ist ein Laborverfahren zum Nachweis antigen-spezifischer T-Lymphozyten im Patientenblut. Er findet Anwendung in der Immunfunktionsdiagnostik, in der Allergologie und in der Erregerdiagnostik (z.B. Borreliosediagnostik). mehr...

Analytik 

Luteinisierendes Hormon

Gonadotropin, das im Hypophysenvorderlappen gebildet wird. Der Parameter dient zur Untersuchung einer möglichen Ovarialinsuffizienz.

Analytik    

M

Analyt

Beschreibung

M2-AMA

M2-AMA ist der bedeutendste und häufigste Subtyp der AMA (anti-mitochondriale Antikörper). AMA vom Subtyp M2 sind hochspezifisch für die primär-biliäre Leberzirrhose (PBC) und besitzen eine Sensitivität von ca. 95%. Sie gelten als frühdiagnostischer Hinweis, da AMA der PBC-Manifestation um Jahre vorausgehen können.

Analytik
Kurzinfo

MAG-AAk

Das Myelin–assoziierte Glykoprotein (MAG) ist ein Membranprotein, das für die Interaktion zwischen Nervenzellen und für die Bildung intakter Myelinscheiden eine Rolle spielt. Autoantikörper (AAk) gegen MAG vom Typ IgM sind bei Patienten mit IgM-Gammopathie-assoziierten Polyneuropathien nachweisbar (ca. 60-100%). Sie treten gelegentlich auch bei nicht-paraproteinämischen Patienten auf, wie z.B. bei multipler Sklerose oder Guillain-Barré Syndrom.

Analytik

MAK

Der Begriff „mikrosomale Antikörper (MAK)“ stammt aus der Zeit, als die TPO (Thyreoidea-spezifische Thyreoperoxidase) noch nicht als deren Zielantigen identifiziert war. Im klinischen Sinne können MAK und TPO-AAk synonym verwendet werden. Siehe TPO-AAK.

Analytik

Malondialdehyd

Unter dem Einfluss von Sauerstoffradikalen entsteht aus ungesättigten Fettsäuren die hoch reaktive Verbindung Malondialdehyd. Malondialdehyd kann mit Bausteinen der DNA reagieren und wirkt daher mutagen. Im Labor dient die Messung von Malondialdehyd als Marker für oxidativen Stress.

Analytik

MAOA-Gen

Eine genetische Variante der Monoaminooxidase A (MAOA, 30-bp-VNTR-Polymorphismus) reduziert die MAOA-Enzymaktivität und bewirkt, dass Katecholamine verlangsamt abgebaut werden. Daher beeinflussen die Genotypen von MAOA und COMT gemeinsam die Reaktivität der neuroendokrinen Stressachse. Ihre genetischen Veränderungen können Krankheitsbilder fördern, die mit einer Hyperreaktivität der Stressachse einhergehen (z.B. Depression und Burn-out-Syndrom). mehr...

Analytik

Matrix-Metalloproteasen

Matrix-Metalloproteasen sind eine Familie von Endopeptidasen, die am Abbau der extrazellulären Matrix beteiligt sind. U.a. spielen sie eine wichtige Rolle beim Abbau von Kollagen. Matrix-Metalloproteasen sind an der Pathogenese vieler Krankheiten beteiligt, wie z.B. der rheumatoiden Arthritis, invasiven Tumoren, chronisch entzündlicher Darmerkrankungen und Atherosklerose.

Analytik

MBL

Das Mannose-bindende Lektin gehört zu den wichtigsten humoralen Komponenten der angeborenen Immunabwehr. MBL wird in der Leber gebildet. Es besitzt eine hohe Affinität für repetitive Mannose-haltige Kohlenhydratverbindungen auf der Oberfläche von zahlreichen Spezies von Protozoen, Pilzen, Bakterien und Viren und unterstützt deren Elimination (Phagozytose). Ein Mangel an diesem Akute-Phase-Protein ist mit gehäuften hartnäckigen Infektionen bzw. einer erhöhten Infektanfälligkeit verbunden. Verminderte MBL-Spiegel sind genetisch bedingt. Im Labor ist sowohl die Bestimmung des MBL-Spiegels im Serum als auch der Nachweis der aktivitätsverändernden Mutationen im MBL-Gen möglich. mehr...

Analytik
Kurzinfo

MCP-1

MCP-1 ist ein Chemokin, das Monozyten/Makrophagen aktiviert und so im Entzündungsprozess eine wichtige Rolle spielt. Erhöhte Werte werden bei Autoimmunerkrankungen wie z.B. bei rheumatoider Arthritis und Morbus Crohn beobachtet, aber auch bei Atherosklerose sowie bei Tumorerkrankungen.

Analytik

MCV-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen MCV (mutiertes citrulliniertes Vimentin) sind spezifischer für die Rheumatoide Arthritis (RA) als Rheumafaktoren (RF) und gelten zudem auch als diagnostischer Frühmarker der RA. Die Spezifität und Sensitivität ist vergleichbar mit den CCP-AAk. Außerdem sollen die MCV-AAk oft mit der Krankheitsaktivität korrelieren und können somit zur Verlaufskontrolle herangezogen werden.

Analytik
Kurzinfo

MDA-LDL

Malondialdehyd-LDL (MDA-LDL) ist eine oxidierte Form des LDL-Cholesterins, die durch Reaktion mit Sauerstoffradikalen entsteht. Aufgrund seiner langen Halbwertszeit ist es ein aussagekräftiger Serum-Parameter für die oxidative Stoffwechsellage des Organismus. Ferner ist MDA-LDL maßgeblich an der Entstehung von Schaumzellen und atherosklerotischen Plaques beteiligt. MDA-LDL im Serum ist daher ein wichtiger kardiovaskulärer Risikomarker. mehr...

Analytik
Kurzinfo

mEH –
mikrosomale
Epoxidhydrolas

Die mikrosomale Epoxidhydrolase (mEH) ist ein Enzym, dass aus der Phase I hervorgegangene hochreaktive Epoxide zu wasserlöslichen Derivaten umwandelt und somit neutralisiert. Das Enzym mEH spielt daher eine wichtige Rolle bei der Detoxifikation von Umweltgiften und Medikamenten (z.B. Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbiturate). Es gibt zwei funktionell relevante Punktmutationen im mEH-Gen, die je nach Vorhandensein zu vermehrter oder verminderter Aktivität der mEH führen. Die genetische Variante T337C  führt zu einer Reduzierung der enzymatischen Aktivität von ca. 50% ("langsames Allel").  Im Gegensatz dazu geht die genetische Variante A416G  mit einer um mindestens 25% erhöhten Enzymaktivität einher ("schnelles  Allel“).

Analytik

MIP-1 alpha

MIP-1 alpha ist ein Chemokin, das bei akuten Entzündungsreaktionen freigesetzt wird und neutrophile Granulozyten aktiviert.

Analytik

MTHFR-Polymorphis-
mus

Die 5-,10-Methylentetrahydrofolatreduktase (MTHFR) ist essentiell im Homocysteinstoffwechsel. Der MTHFR-Polymorphismus C677T geht mit einer verminderten Enzymaktivität einher, weshalb die Remethylierung von Homocystein zu Methionin vermindert abläuft. Siehe auch Homocystein.

Analytik           

MPO-ANCA
(Myeloper-
oxidase)

Hauptzielantigen der pANCA ist die Myeloperoxidase (MPO). pANCA werden bei zahlreichen Erkrankungen gefunden: Vaskulitiden, Kollagenosen, chronisch-entzündlichen Darm- und Lebererkrankungen, Infekten. pANCA mit MPO-Speziffiät gelten als Marker-Antikörper der mikroskopischen Polyangiitis.

Analytik
Kurzinfo

MusK-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen die muskelspezifische Tyrosinkinase (MuSK) ist ein spezifischer Marker-AAk für die neuromuskuläre Autoimmunerkrankung Myasthenia gravis (MG). Sie finden sich bei ca. 40% der Fälle mit einer MG ohne Acetylcholinrezeptor-AAk (bislang seronegative Myasthenie). Eine parallele Bestimmung der MuSK-AAk und Acetylcholinrezeptor-AAk erfasst serologisch ca. 90% der Myasthenie-Patienten.

Analytik

Myoglobin   

Myoglobin ist Bestandteil der quergestreiften Muskulatur. Im Serum nachgewiesenes Myoglobin dient als Indikator für Schädigungen des Herzmuskels oder der Skelettmuskulatur.

Analytik

Myositis-AAk

Myositis-Autoantikörper (AAk) gelten als Marker weitgehend homogener klinisch und prognostisch unterscheidbarer Syndrome von idiopathischen autoimmunen Myositiden (Poly-/Dermatomyositis). Der Test beinhaltet AAk gegen Mi-2, Ku, PM-Scl, Jo-1, PL7, PL12 und Ro52. Zu beachten ist, dass aufgrund der geringen Sensitivitäten ein negativer AAk-Befund eine Myositis nicht ausschließt.

Analytik
Kurzinfo

N

Analyt

Beschreibung

NAG

Die N-Acetyl-β-D-Glucosaminidase (NAG) wird aufgrund ihrer Größe nicht in den Glomeruli filtriert. Erhöhte Werte im Urin zeigen daher eine Schädigung der NAG-haltigen proximalen Tubuluszellen an.

Analytik

Nebennieren-
rinden-AAk

Die Autoantikörper (AAk) gegen Nebennierenrinde (NNR) richten sich gegen das Hauptzielantigen 21-Hydroxylase (21-OH). Das Enzym ist an der Synthese von Steroidhormonen beteiligt und wird in der Nebennierenrinde gebildet. NNR-AAk gelten als Marker der Autoimmunadrenalitis (idiopathischer Morbus Addison) und besitzen eine prädiktive Bedeutung, denn sie können schon vor der Manifestation der Erkrankung nachweisbar sein.

Analytik

Neopterin

Neopterin wird von aktivierten Makrophagen produziert. Es dient als prognostischer Marker sowohl bei HIV-Infektionen als auch bei kardiovaskulärem Risiko.

Analytik

Neuronale
(paraneo-
plastische) AAk

Onkoneuronale Autoantikörper (AAk) gelten als diagnostische Marker für paraneoplastische neurologische Syndrome (PNS). PNS bezeichnen Komplikationen von Tumorerkrankungen. Sowohl das zentrale und periphere Nervensystem als auch die motorischen Endplatten der Muskeln können betroffen sein. Der Test beinhaltet die paraneoplastischen neuronalen AAk gegen Hu (ANNA1), Ri (ANNA2), Yo (PCA1),  Amphiphysin, CV2 und Ma2/Ta. Die hier untersuchten AAk zählen zu den gut charakterisierten AAk.

Analytik
Kurzinfo

Nitrotyrosin

Bei Entzündung, Schadstoffbelastung, psychischem oder physischem Stress u.a. kann es zu einer überschießenden Bildung des Stickstoffmonoxid-Radikals (NO) kommen, die enzymatisch nicht abgefangen werden kann (nitrosativer Stress). Dabei entsteht das hoch reaktive Peroxynitrit. Peroxynitrit reagiert mit der Aminosäure Tyrosin in den körpereigenen Proteinen zu Nitrotyrosin. Nitrotyrosin ist aufgrund seiner Stabilität ein aussagekräftiger Serummarker für den nitrosativen Stress.

Analytik

NK-Zellen

Natürliche Killerzellen werden als eine Untergruppe der Lymphozyten angesehen. Sie tragen keine Antigen-spezifischen Rezeptoren auf der Zelloberfläche. Sie gehören zum angeborenen (unspezifischen) Immunsystem und sind ohne vorherigen Antigenkontakt in der Lage abnormale Zellen, wie Tumorzellen und virusinfizierte Zellen zu erkennen und abzutöten. mehr...

Analytik
Kurzinfo

NMDA-Rezep-
tor-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen Glutamat-Rezeptoren (Typ NMDA, IgG) sind hochspezifische Marker für die NMDA-Rezeptor-Enzephalitis, einer seit 2007 bekannt gewordenen besonderen Verlaufsform der limbischen Enzephalitis (LE). Generell sollten NMDA-Rez.-AAk bei allen Patienten mit Enzephalitis ohne Erregernachweis und bei Verdacht auf LE bestimmt werden. Sowohl die Sensitivität als auch die Spezifität der NMDA-Rez.-AAk beträgt nahezu 100%. In den meisten Fällen ist eine Untersuchung der Autoantikörper im Serum ausreichend. In einzelnen Fällen jedoch können die AAk auch nur im Liquor nachweisbar sein.

Analytik
Kurzinfo

Noradrenalin

Das Katecholamin Noradrenalin wird im Nebennierenmark gebildet. Als Hormon wirkt es anregend auf das Herz-Kreislauf-System. Noradrenalin wird nicht über die Blut-Hirn-Schranke transportiert, wird jedoch im Gehirn synthetisiert. Im zentralen wie peripheren Nervensystem fungiert Noradrenalin als Neurotransmitter. Viele Antidepressiva beeinflussen die Noradrenalin- (und Dopamin-) abhängige Signalweiterleitung im ZNS.

Analytik

NSE

Die neuronenspezifische Enolase (NSE) ist ein Enzym des Glucose-Stoffwechsels. Sie kommt in verschiedenen Isoformen in den Nervenzellen des Gehirns und des peripheren Nervengewebes sowie in neuroendokrinen Geweben vor (v.a. in den APUD-Zellen). Erhöhte Serumwerte von NSE sind die Folge von kardiovaskulären Ereignissen, zerebralen Schädigungen oder Blut-Hirnschrankenstörungen. Falsch hohe Blutwerte kommen bei Hämolyse vor, da größere NSE-Mengen aus Erythrozyten freigesetzt werden.

Analytik   

N-Telopeptid

Das N-Telopeptid wird beim Abbau von Typ I-Kollagen freigesetzt. Erhöhte Werte in Serum und Urin dienen als Marker für Osteoporose.

Analytik

NT-ProBNP                        

NT-ProBNP wird von Kardiomyozyten des linken Ventrikels ausgeschüttet. Ein erhöhter Serumwert dient als Risikomarker und als unterstützender diagnostischer Marker für eine funktionale Herzschwäche.

Analytik

Nukleoso-
men-AAk

Nukleosomen sind eine funktionelle Verpackungseinheit der DNA im Zellkern und bestehen aus Doppelstrang-DNA (dsDNA) und Histonen. Autoantikörper (AAk) gegen Nukleosomen gelten als Markerantikörper für den systemischen Lupus erythematodes (SLE). Sie sind bei ca. 56-90% der Fälle zu finden und treten auch bei dsDNA-AAk-negativen SLE-Patienten auf. Nukleosomen-AAk gelten als frühdiagnostischer Hinweis, da sie noch vor den dsDNA-AAk nachweisbar sein können.

Analytik

O

Analyt

Beschreibung

Ostase

Die Ostase ist das knochenspezifische Isoenzym der alkalischen Phosphatase und kommt vor allem in Osteoblasten vor. Erhöhte Serumwerte zeigen einen erhöhten Turnover im Knochenstoffwechsel an (z.B. bei Osteoporose).

Analytik

Osteocalcin               

Osteocalcin wird von aktiven Osteoblasten produziert. Als Laborparameter dient Osteocalcin zur Beurteilung Aktivität der Knochenneubildung. Erhöhte Werte können auch auf eine Niereninsuffizienz hinweisen.

Analytik    

P

Analyt

Beschreibung

PAI-1

PAI-1 hemmt die Fibrinolyse. Erhöhte Werte im Plasma gehen mit einem erhöhten Thromboserisiko einher. Ursache für eine gesteigerte PAI-1-Aktivität kann auch ein genetischer Polymorphismus sein.

Analytik

Parathormon,
intakt

Parathormon spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation des Kalzium-Haushalts. Es steigert den Kalziumspiegel im Serum über Interaktion mit dem Knochengewebe, Reduktion der renalen Kalziumausscheidung und Stimulation des Vitamin-D-Stoffwechsels.

Analytik

Parietalzellen-
AAk

Parietalzellen (Belegzellen) des Magens produzieren Salzsäure und den Intrinsic-Faktor, der wiederum für die Vitamin B12-Aufnahme benötigt wird. Autoantikörper (AAk) gegen Parietalzellen (PCA) führen durch Zellschwund längerfristig zu einer chronisch atrophischen Gastritis vom Typ A. In Folge dessen kommt es zu einem Vitamin B12-Mangel und perniziöser Anämie.  PCA sind in ca. 90% der Fälle mit perniziöser Anämie bzw. chronisch-atrophischer Gastritis nachweisbar.

Analytik

Pemphigus-/
Pemphigoid-AAk

Pemphigus-/ Pemphigoid-Autoantikörper (AAk) gelten als hochspezifische diagnostische Marker von bullösen Autoimmunerkrankungen, den Pemphigus- bzw. Pemphigoiderkrankungen. Diese Erkrankungsbilder sind durch den Nachweis von AAk gegen verschiedene Strukturproteine der Haut gekennzeichnet. Pemphigus-AAk richten sich gegen Desmosomen (besonders Desmoglein 1 und 3) und führen zu intraepithelialer Blasenbildung.  Die gegen Hemidesmosomen gerichteten  Pemphigoid-AAk erkennen vorrangig die Antigene BP180 und BP230 und führen zu subepithelialer Blasenbildung.

Analytik

Phagozytose

Als Phagozytose (von gr. phagein = „fressen“; cýtos = „Zelle“) bezeichnet man die Aufnahme von Partikeln (z.B. Bakterien, auch  Titanpartikel) in Immunzellen des unspezifischen Immunsystems (Monozyten/Makrophagen, Granulozyten).  Phagozytose-Defekte gehören zu den Immundefekten.         

Analytik   

Phosphat, anorganisch

Phosphat liegt im Blut etwa im Verhältnis 6:10 zu Calcium vor. Der Phosphatspiegel wird durch Vitamin D, Parathormon und durch die renale Ausscheidung reguliert. Erhöhte Werte können u.a. auf eine Niereninsuffizienz hinweisen, erniedrigte Werte auf eine Störung des Calcium-Stoffwechsels.

Analytik

Phospholipase-A2-
Rezeptor-AAk

Phospholipase-A2-Rezeptoren sind transmembrane Glykoproteine, die hauptsächlich auf den Podocyten der Nierenglomeruli exprimiert werden. Autoantikörper (AAk) gegen Phospholipase-A2-Rezeptoren gelten als hochspezifische Marker der primären membranösen Glomerulonephritis (MGN) und sind bei über 70% der Patienten mit MGN nachweisbar.

Analytik

PM-Scl-AAk

PM-Scl ist ein Proteinkomplex, der vorwiegend in den Nukleoli von Zellkernen (Nukleus) lokalisiert ist. Autoantikörper (AAk) gegen PM-Scl zählen damit zu den antinukleären Antikörpern (ANA) und rufen ein nukleoläres ANA-Fluoreszenzmuster hervor. Die PM-Scl-AAk gelten als diagnostische Marker einer Kollagenose mit Symptomen von Polymyositis und Systemsklerose.

Analytik

Progesteron

Progesteron wird im Corpus luteum und in der Plazenta gebildet und ist das wichtigste Gestagen.

Analytik

Proinsulin

Die Beta-Zellen des Pankreas produzieren Insulin durch Spaltung von Proinsulin. Bei Insulinresistenz übersteigt Synthese von Proinsulin die Spaltungskapazität der Beta-Zellen. In der Folge steigt der Proinsulinspiegel im Plasma. Intaktes Proinsulin ist ein hoch spezifischer Marker für Insulinresistenz und ist mit einem erhöhten Atherosklerose-Risiko assoziiert.

Analytik
Kurzinfo

Prokollagen-III-Peptid

Aufbau und Abbau von Typ III-Kollagen führt zu erhöhten Serumspiegeln von Prokollagen III-Peptid. Der Parameter ist u.a. mit Leberfibrose und –zirrhose, Tumorerkrankungen, aber auch mit dem Prozess der Geweberegeneration nach einem Herzinfarkt assoziiert.

Analytik

Prolactin

Prolactin ist ein Hormon, das im Hypophysenvorderlappen synthetisiert und gespeichert wird. Es wird vor allem nachts ausgeschüttet. U.a. fördert Prolactin die postpartale Laktogenese.

Analytik

PR3-ANCA
(Proteinase 3)

Hauptzielantigen der cANCA ist die Proteinase 3 (PR3). cANCA werden fast ausschließlich bei der Wegener-Granulomatose gefunden. PR3-ANCA können in geringer Frequenz bei einer mikroskopischen Polyangiitis, beim Churg-Strauss-Syndrom sowie bei der Panarteriitis nodosa nachweisbar sein.

Analytik

Pyridinolin

Pyridinolin wird beim Abbau von Typ-I- und Typ-II-Kollagen freigesetzt und im Harn ausgeschieden. Eine erhöhte Konzentration von freiem Pyridinolin im Harn kann auf pathologischen Knochen- oder Knorpelabbau hinweisen.

Analytik

Q

Analyt

Beschreibung

Quantiferon-Test   

Der QuantiFERON-Tb-Test dient dem immunologischen Nachweis einer latenten Infektion mit Mycobacterium tuberculosis. Das Patientenblut wird zusammen mit Peptiden aus Mycobacterium tuberculosis ESAT-6, CFP-10 und TB7.7 (p4) inkubiert. Falls in der Blutprobe Gedächtnis-T-Lymphozyten für diese Proteine vorhanden sind (dieses ist auch bei einer sehr lange zurückliegenden Infektion mit Mycobacterium tuberculosis der Fall), wird von diesen Zellen Interferon-γ gebildet. Die quantitative Messung des freigesetzten Interferon-γ erfolgt mittels eines hochempfindlichen Enzymimmunoassays.

Analytik
Kurzinfo  

R

Analyt

Beschreibung

Rheumafaktor (RF)                               

Rheumafaktoren (RF) sind bei Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis (RA) in 70-80% nachweisbar. Daher schließt ein negativer RF-Befund eine RA nicht sicher aus. RF sind nicht spezifisch für eine RA, sie können auch bei anderen Autoimmun- und bei chronisch entzündlichen Erkrankungen und passager bei Infektionen auftreten. Sogar bei Gesunden, insbesondere über 60-jährigen, sind RF nachweisbar. RF der IgM-Klasse gelten als Klassifikationskriterium einer RA. Als relativ RA-spezifisch gilt der gleichzeitige Nachweis von IgM-, IgG- und IgA-RF. Der gleichzeitige Nachweis von RF und CCP-AAk erhöht die Sensitivität auf nahezu 100% (siehe auch unter CCP-AAk).

Analytik
Kurzinfo  

S

Analyt

Beschreibung

Saccharomyces cerevisiae-Ak
(ASCA)

ASCA richten sich gegen das Mannan-Epitop von Saccharomyces cerevisiae aus der Bäckerhefe (Antikörper gegen Saccharomyces cerevisiae). ASCA sind somit keine Autoantikörper. ASCA wurden bei Patienten mit Morbus Crohn (MC) beschrieben und sind  in 50-80% der Fälle nachweisbar, bei Patienten mit Colitis ulcerosa (CU) nur in ca.10%. Eine hohe Spezifität (85-95%) für den MC besitzt die Befundkombination aus einem positiven ASCA und einem negativen pANCA (anti-neutrophile zytoplasmatische Antikörper).

Analytik
Kurzinfo  

S-100

S100-Proteine zählen zur Familie der kalzium-bindende Proteine, Produzenten sind ausschließlich entartete Melanozyten (Verlaufskontrolle bei malignem Melanom) und Astrozyten im Gehirn (Prognosemarker nach cerebraler Schädigung und Hirnschrankenstörung).

Analytik

Scl-70-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen Scl-70 (DNA-Topoisomerase-I) gelten als diagnostischer Marker der Sklerodermie mit einer Spezifität von 100% gegenüber Gesunden und 99,5% gegenüber anderen Kollagenosen. Positive Scl-70-AAk sind mit dem Auftreten von internen Manifestationen (Lunge, Herz, Niere) und diffusem Hautbefall assoziiert und können Jahre vor dem Auftreten typischer Sklerodermie-Symptome nachweisbar sein.

Analytik

Serotonin

Serotonin ist ein Neurotransmitter mit vielfältigen Funktionen im zentralen und peripheren Nervensystem. So ist es u.a. wichtig für die Regulation von Appetit, Stimmung, Schlaf-Wach-Rhythmus und erfüllt sensorische und motorische Funktionen im Magen-Darm-System. Da die Blut-Hirn-Schranke für Serotonin undurchlässig ist, ist die Aussagekraft des im Blut gemessenen Serotoninspiegels für zentralnervöse Vorgänge umstritten.

Analytik
Kurzinfo

Serotonin-
Transporter

Der Serotonin-Transporter ist ein Molekül in der Zellmembran von Neuronen, die Serotonin als Neurotransmitter nutzen. Er sorgt dafür, dass ausgeschüttetes Serotonin in die Nervenzelle zurücktransportiert wird. Der hier untersuchte Promoter-Polymorphismus (5-HTTLPR) beeinflusst die Syntheserate des Serotonin-Transporters und stellt einen genetischen Risikofaktor für Erkrankungen aus dem depressiven Formenkreis dar.

Analytik

SHBG

SHBG bindet und transportiert etwa 98% des Gesamt-Testosterons in der Blutbahn. Die übrigen 2% des Testosterons liegen in freier Form vor und stellen das biologisch aktive Hormon dar. Die Bestimmung von SHBG kann als indirektes Maß für die Menge an verfügbarem freien Testosteron genutzt werden.

Analytik

Skelettmuskel-
AAk

Autoantikörper (AAk) gegen Skelettmuskel sind in hohen Titern mit einer Myasthenie mit Thymomen assoziiert und in 95% der Fälle nachweisbar. Bei einer Myasthenie ohne Thymom sowie bei Thymomen ohne Myasthenie ist die Prävalenz ca. 25%.

Analytik

SLA/LP-AAK

Autoantikörper (AAk) gegen SLA/LP (lösliches Leberantigen/Leber-Pankreas-Antigen) gelten als hochspezifisch für die Autoimmunhepatitis (AIH) Typ 3. Da die SLA-AAk und LP-AAk biochemisch und immunchemisch identisch sind, wird grundsätzlich die Bezeichnung SLA/LP-AAk verwendet. Der positiv prädiktive Wert dieser AAk beträgt fast 100%, die Sensitivität ist jedoch mit ca. 20-30% gering. SLA/LP-AAk sind nicht bei Virushepatitiden nachweisbar.

Analytik
Kurzinfo

SLCO1B1-Gen

Die Verträglichkeit des Statins Simvastatin wird durch genetische Varianten im SLCO1B1-Gen beeinflusst. Dieses Gen kodiert für den Transporter OATP1B1, über den die Hepatozyten Simvastatin aufnehmen. Der Polymorphismus V174A vermindert dessen Transportkapazität. Die in der Folge erhöhte Simvastatin-Konzentration im Plasma geht mit einem deutlich erhöhten Risiko für das Auftreten von Simvastatin-induzierten Myopathien einher.

Analytik
Kurzinfo

SS-A(Ro)-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen SS-A(Ro) werden hauptsächlich bei Patienten mit Kollagenosen, vor allem beim Sjögren-Syndrom (bis zu 96%) und verschiedenen Lupus erythematodes-Formen gefunden. SS-A(Ro)-AAk sind auch in ca. 5-8% der Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) oder Sklerodermie (ca. 9%) nachweisbar. SS-A(Ro)-AAk rufen in der ANA-Immunfluoreszenz ein granuläres Muster hervor, wobei ein negatives ANA-Ergebnis das Vorhandensein dieser Antikörper nicht sicher ausschließt.

Analytik

SS-B(La)-AAk

Autoantikörper (AAk) gegen SS-B(La) werden hauptsächlich in Assoziation mit SS-A(Ro)-AAk gefunden. Sie gelten ebenso wie diese als diagnostischer Marker für das Sjögren-Syndrom (SjS), dabei ist die diagnostische Spezifität für das SjS höher bei gleichzeitigem Nachweis von AAk gegen SS-B(La) und SS-A(Ro). SS-B(La)-AAk treten auch beim systemischen Lupus erythematodes (ca. 25%), neonatalen Lupus erythematodes (bis zu 70%) oder beim subakut kutanen Lupus erythematodes (ca.80%) auf.

Analytik 

T

Analyt

Beschreibung

T1D

= Typ 1 Diabetes
T1D-spezifische AAk: Insulin-AAk, Inselzell-AAk, GAD-AAk, IA2-AAk 

Kurzinfo

T3

Nur etwa 0,2% des Schilddrüsenhormons T3 liegen in freier, biologisch aktiver Form im Serum vor. Neben der Sekretionsleistung der Schilddrüse beeinflussen die Proteinbindungsverhältnisse und die Konversionsrate von T4 zu T3 im Gewebe den im Serum gemessenen Wert.

Analytik

T4

Freies T4 stellt die biologisch aktive Form des Hormons dar. Seine Bestimmung dient als direktes Maß für die Beurteilung der Hormonproduktion durch die Schilddrüse.

Analytik

TAK

Thyreoglobulin ist ein Glykoprotein, das als Matrix für die Synthese der Schilddrüsenhormone und als Schilddrüsenhormonspeicher dient. Antikörper gegen Thyreoglobulin (TAK) finden sich vor allem bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse wie beispielsweise Hashimoto-Thyreoiditis (ca. 70-80%) und Morbus Basedow (ca. 30%).

Analytik

Testosteron

Testosteron steuert die Ausbildung der primären und sekundären männlichen Geschlechtsmerkmale und die Sexualfunktionen des Mannes.

Analytik

Thrombozyten-
AAk

Thrombozyten-Antikörper gelten als pathognomisch für die Autoimmunthrombozytopenie (AITP). Sie sind in 50-65% der Fälle mit einer hohen Spezifität (<95%) nachweisbar.

Analytik

Thyreoglobu-
lin-AAk

siehe TAK

Analytik

TGF-beta 1

TGF-beta 1 ist ein ubiquitär exprimiertes Signalmolekül. Es wirkt immunsuppressiv, hemmt die Zellteilung und fördert den Aufbau der extrazellulären Matrix.

Analytik
Kurzinfo  

TNF-alpha

TNF-alpha ist ein Zytokin, das hauptsächlich von Makrophagen produziert wird und bei der systemischen Immunantwort eine wichtige Rolle spielt. Eine überschießende Produktion von TNF-alpha kann an einer pathologischen Entzündungsaktivität beteiligt sein, z.B. bei Autoimmunkrankheiten.

Analytik

TPO-AAk

TPO (Thyreoperoxidase) ist ein Enzym auf Thyreozyten-Mikrosomen und spielt eine wichtige Rolle in der Schilddrüsenhormonsynthese. TPO gilt als das Zielantigen der mikrosomalen Antikörper (MAK). Im klinischen Sinne können MAK und TPO-AAk synonym verwendet werden. Autoantikörper gegen TPO (TPO-AAk) weisen auf eine Autoimmunthyreoiditis hin (bis zu 90%). Positive Werte finden sich auch bei Morbus Basedow (ca. 70%) sowie anderen Autoimmunerkrankungen.

Analytik

TRAK

TSH-Rezeptor-Autoantikörper (TRAK) binden an den TSH-Rezeptor und verursachen Hyperthyreose bei Morbus Basedow (autoimmuner Hyperthyreoidismus). Sie korrelieren mit der Krankheitsaktivität und dienen somit dem Therapiemonitoring. Gelegentlich sind TRAK auch bei der autoimmunen Thyreoiditis (10-20%) zu finden.

Analytik

Transglutami-
nase-AAk

Autoantikörper zur Screening-Diagnostik der Gluten-sensitiven Enteropathie (Zöliakie, Sprue). Dabei Alternative oder Ergänzung zur Bestimmung der Endomysium-Antikörper. Die relevanten tTG-Antikörper sind jedoch immer vom IgA-Typ. Da aber bis zu 11 % der Zöliakie-Patienten gleichzeitig nicht in der Lage sind, ausreichend IgA zu produzieren (selektiver IgA-Mangel), muss immer auch die Gesamtkonzentration an IgA mitbestimmt werden, damit man falsch-negative Befunde nicht übersieht. mehr...

Analytik

T-reg-Zellen

Regulatorische T-Zellen (T-Reg) sind eine Untergruppe der CD4 T-Lymphozyten. Sie unterdrücken die Aktivierung der T-Effektorzellen und regulieren damit die Selbsttoleranz des Immunsystems. Ihre Rolle bei Autoimmunkrankheiten, chronischen Infektionen und der Tumorimmunabwehr ist Gegenstand intensiver Forschungsaktivitäten. Der Marker kann im zellulären Immunstatus oder isoliert bestimmt werden. mehr...

Analytik
Kurzinfo

Triglyceride

Aufgrund ihrer schlechten Löslichkeit in Wasser liegen Triglyceride im Blut an Apolipoproteine gebunden vor. Erhöhte Triglycerid-Spiegel stellen ein vom LDL-Cholesterin-Wert unabhängiges Atherosklerose-Risiko dar.

Analytik

Tryptophan

Tryptophan ist Ausgangssubstanz für die Biosynthese von Serotonin und Melatonin. Tryptophan gelangt über die Nahrung ins Blut und kann die Blut-Hirn-Schranke passieren. Hier steht es den Neuronen für die Serotonin-Biosynthese zur Verfügung. Ein Tryptophan-Mangel kann daher über eine Beeinträchtigung der Serotonin-Synthese eine depressive Symptomatik auslösen.

Analytik
Kurzinfo

Troponin T

Troponin T ist ein myofibrilläres Protein, das bei Erwachsenen nur im Herzmuskel vorkommt. Eine Schädigung des Myokards führt zu einem starken Anstieg der Troponin T-Konzentration im Serum. Der Parameter ist hoch sensitiv und erlaubt die Diagnose selbst stummer Infarkte bis zu zwei Wochen nach dem Ereignis.

Analytik

Tryptophan-Hydroxylase 2

Die Tryptophan-Hydroxylase 2 ist das Enzym, das in Nervenzellen den ersten Schritt der Biosynthese von Serotonin aus Tryptophan katalysiert. Der seltene Polymorphismus 1463 G>A ist als genetischer Risikofaktor für depressive Erkrankungen beschrieben.

Analytik

Tryptase

Tryptases sind Enzyme welche ausschließlich von Mastzellen sezerniert wird. Die Höhe des Tryptase-Serumspiegels ist ein Maß für die Anzahl an Mastzellen im Organismus (basale Tryptasekonzentration). Zusätzlich wird reife Tryptase während der Aktivierung von Mastzellen durch IgE-vermittelte oder andere Mechanismen in die Blutbahn abgegeben. Erhöhungen finden sich bei systemischer Mastozytose aber auch im Rahmen einer Anaphylaxie sowie, bei verschiedenen akuten und chronischen myeloischen Leukämien, beim myelodysplastischen Syndrom und bei der chronischen Urtikaria.

Analytik
Kurzinfo

TSH

TSH ist ein Peptidhormon, das von den thyreotrophen Zellen des Hypophysenvorderlappens gebildet wird. Es stimuliert die Schilddrüse zur Freisetzung der Hormone T3 und T4. Diese wiederum hemmen die TSH-Synthese (negative Rückkopplung).

Analytik

T-Zellen                                   

T-Lymphozyten stellen gemeinsam mit den B-Lymphozyten die erworbene (adaptive) Immunantwort. Das T im Namen steht für den Thymus, in dem die Zellen ausreifen. Nach ihren Oberflächenmolekülen unterscheidet man CD4+ (Helferzellen) und CD8+ T-Lymphozyten (zytotoxische T-Zellen und Suppressorzellen). Die Quantifizierung der T-Zellen erfolgt im zellulären Immunstatus. mehr...

Analytik

U

Analyt

Beschreibung

U1-RNP-AAk                                           

Autoantikörper (AAk) gegen U1-RNP richten sich gegen kleine Ribonukleoproteine (snRNP), die sich im Zellkern befinden. U1-RNP-AAk zählen damit zu den antinukleären Antikörpern (ANA), die in der Immunfluoreszenz (IFT) ein granuläres ANA-Fluoreszenzmuster hervorrufen. Die U1-RNP-AAk sind charakteristisch für die Mischkollagenose (MCTD, Sharp-Syndrom) mit einer Prävalenz von 100%. Das heißt, dass negative U1-RNP-AAk das Vorliegen einer Mischkollagenose ausschließen. Bei ca. 13-32% der Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) sind U1-RNP-AAk ebenfalls zu finden.

Analytik  

V

Analyt

Beschreibung

VDBP-Gen

Für die Beurteilung des Vitamin D-Status ist der T420K-Polymorphismus im Vitamin D-bindenden Protein (VDBP) von großer Bedeutung. Das VDBP bindet und transportiert Vitamin D3 im Blut. Nur freies, nicht an das VDBP gebundenes Vitamin D3 ist biologisch aktiv. Der T420K-Polymorphismus führt zu einem erniedrigten VDBP-Spiegel, was bedeutet, dass weniger des vorhandenen Vitamin D3 gebunden wird. Ein erniedrigter 25(OH)D3-Spiegel muss daher bei Trägern des T420K-Polymorphismus nicht zwingend eine funktionelle Vitamin-D3-Unterversorgung anzeigen, da durch den ebenfalls erniedrigten VDBP-Spiegel weniger des Vitamin D3 gebunden wird und somit ausreichend freies biologisch aktives Vitamin D3 verfügbar ist.

Analytik
Kurzinfo  

VDR3-Gen

Der Vitamin D3-Rezeptor (VDR3) spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation des Kalziumhaushalts und des Knochenstoffwechsels. Varianten im VDR3-Gen (Fok 1, B/b-Polymorphismus) werden als Risikoallele für Osteoporose diskutiert.

Analytik

Vitamin A

Vitamin A ist eine Vorstufe für das für den Sehvorgang essentielle Retinal. Auch für den Knochenaufbau spielt die Versorgung des Körpers mit Vitamin A eine Rolle.

Analytik   

Vitamin B6

Vitamin B6 ist als Cofaktor an zahlreichen enzymatischen Reaktionen beteiligt, u.a. im Aminosäurestoffwechsel und im Lipidstoffwechsel. Erniedrigte Werte können auf eine Zöliakie hinweisen.

Analytik

Vitamin B12

Die biologisch aktive Form des Vitamin B12 ist das Coenzym B12. Es ist Kofaktor der Methionin-Synthase. Bei Vitamin B12-Mangel wird der Nukleotidstoffwechsel und damit die Synthese von DNA und RNA gestört. Dies beeinträchtigt insbesondere Gewebe mit hoher Zellteilungsrate (z.B. Knochenmark).

Analytik
Kurzinfo

Vitamin C

Vitamin C wirkt als Antioxidans. Als Cofaktor ist es u.a. an der Bildung von Katecholaminen (Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin) beteiligt. Ein Vitamin C-Mangel führt zu erhöhter Infektanfälligkeit.

Analytik

Vitamin D3

Der Großteil des Vitamin D3 im Blut liegt als 25-OH-Cholecalciferol vor. Es wird in der Niere in die aktive Form 1,25-OH-Cholecalciferol umgewandelt. 1,25-OH-Cholecalciferol ist an der Regulation der Calcium-Homöostase beteiligt und spielt eine wichtige Rolle beim Knochenaufbau.

Analytik

Vitamin E

Vitamin E ist ein Antioxidans und schützt die Zellmembran vor freien Radikalen. Vitamin E wird im Dünndarm resorbiert. Im Blut liegt es an Lipoproteine gebunden und in Erythrozyten vor. Wesentliche Vitamin E-Speicher sind das Fettgewebe und die Nebennierenrinde. Ein langjähriger Vitamin E-Mangel kann u.a. zu neurologischen Störungen führen.

Analytik

Vitamin H

Vitamin H wirkt als Coenzym bei Carboxylierungsreaktionen. Daher spielt es eine wichtige Rolle im Fett-, Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsel. Ein Mangel kann eine depressive Symptomatik hervorrufen.

Analytik

Vitamin K1

Vitamin K ist als Cofaktor an der Carboxylierung von Osteocalcin beteiligt und fördert so die Mineralisation des Knochens. Ein Vitamin K-Mangel führt zu einem Anstieg an nicht vollständig carboxylierten Osteocalcin und ist mit einer geringeren Knochendichte assoziiert. Auch bei der Blutgerinnung spielt Vitamin K eine wichtige Rolle. Hier eignet sich jedoch statt der quantitativen Messung besser die Bestimmung des Quick-Wertes.

Analytik

VLDL-Cholesterin   

VLDL haben aufgrund ihres hohen Lipidanteils (85-90%) eine sehr geringe Dichte. Erhöhte Konzentrationen an VLDL-Cholesterin im Serum stellen einen Risikofaktor für Atherosklerose dar.

Analytik

Z

Analyt

Beschreibung

Zentromere-AAk

Zentromere sind die zentrale Region der Chromosomen, an der die Schwesterchromatiden zusammenhängen und wo die Spindelfasern während der Zellteilung ansetzen. Autoantikörper (AAk) gegen Zentromere gelten als diagnostische Marker der systemischen Sklerodermie (vor allem beim CREST-Syndrom) und können Jahre vor Auftreten spezifischer Sklerodermiesymptome nachweisbar sein. Die Prävalenz beträgt ca. 80-95%. Zentromer-AAk finden sich auch in 10 - 30% der Fälle bei Patienten mit einer PBC (primär-biliäre Leberzirrhose).

Analytik

Zirkulierende
Immunkomplexe
(C1q-/C3d-
bindend)

ZIK (zirkulierende Immunkomplexe) sind passager bei zahlreichen entzündlichen und malignen Erkrankungen nachweisbar. Bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises wie SLE, RA und Vaskulitiden ist der Nachweis von ZIKs ein wichtiges Kriterium zur Einschätzung der Krankheitsaktivität sowie einer Nierenbeteiligung. Des Weiteren ist die Bestimmung der ZIK eine wertvolle Hilfe in der Differenzierung Immunkomplex-induzierter Glomerulonephritiden von anderen Verlaufsformen.

Analytik

Zöliakie

Die Zöliakie ist eine lebenslange Überempfindlichkeit gegen das in vielen Getreidesorten vorkommende Kleberprotein Gluten. Sie tritt bei genetisch prädisponierten Personen auf. Es handelt sich nicht um eine Allergie, sondern um eine Autoimmunerkrankung. Diagnostisch haben die Ak-Nachweise gegen Gewebstransglutaminase, Endomysium und gegen deamidiertes Gliadin einen hohen Stellenwert. Die Untersuchung auf die HLA-Merkmale DQ2, DQ7 und DQ8 ist wertvoll für die Ausschlußdiagnostik einer Zöliakie. mehr...

Analytik

Kurzinfo

Zonulin                            

Zonulin ist ein Protein, welches maßgeblich an der Regulation der tight junctions in der Darmwand beteiligt ist. Die Ausschüttung von Zonulin hat eine verstärkte Kontraktion von Proteinen des Zytoskeletts zur Folge. Mit der Analyse des Zonulinspiegels im Serum kann die Darmpermeabilität ohne den Aufwand einer Provokationstestung analysiert und im Therapieverlauf kontrolliert werden.

Analytik

Kurzinfo