25.04.2017

Cadmiumentgiftung durch Ernährung unterstützen


Cadmium ist ein toxisches Metall ohne physiologische Funktion. Da es nicht nur über Tabakrauch sondern auch über belastete Nahrungsmittel in den Körper gelangt, können Nichtraucher ebenfalls von Cadmiumbelastungen betroffen sein. Cadmium wirkt mutagen und kanzerogen durch die Induktion von oxidativem Stress, der Verdrängung von Zink aus DNA-Reparaturenzymen und durch hormonähnliche Effekte (hormonelle Disruption). Da der Körper Cadmium nur langsam entgiftet und ausscheidet, ist Cadmiumexposition besonders gefährlich und von langfristiger Wirkung. Ein aktuelles Paper weist darauf hin, dass pflanzliche Flavonoide vor den schädlichen Wirkungen von Cadmiumexposition schützen können (Gomes de Moura et al., Crit Rev Food Sci Nutr 2017; 57: 632-636). Flavonoide wirken sowohl als Radikalfänger als auch als natürliche Komplexbildner, die Metallionen chelatieren. Auf diese Weise kann eine flavonoidreiche Ernährung die effiziente Ausscheidung von Cadmium und anderen toxischen Metalle fördern und metallinduzierten oxidativen Schädigungen entgegenwirken. Besonders reich an Flavonoiden sind rote und dunkle Beeren sowie Äpfel und grünes Gemüse. Bei ineffizienter Ausscheidung ist die Höhe einer Cadmiumexposition im Urin ohne Ausleitung nicht nachweisbar. Wir empfehlen daher zur Kontrolle der aktuellen Exposition die Messung im EDTA- oder Heparinvollblut (die gezielte Einzelbestimmung ist auch als GKV-Leistung möglich). Der Urin nach Ausleitung zeigt hingegen die Gewebebelastung an (Multiemelementanalyse „Toxische Metalle“, Analyse 271, Schein Spezielle Immunologie).