20.01.2017

Manganbelastung verändert kognitive Funktionen


Bereits die alltägliche Varianz der Manganexposition wirkt sich bei Kindern auf kognitive Funktionen aus (Nascimento et al., Environmental Research 2016; 147: 32-43). Die vorliegende Untersuchung an 63 Kindern im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren ergab signifikante Assoziationen zwischen Manganbelastung und Defiziten in Aufmerksamkeit, Gedächtnis sowie visueller und phonologischer Wahrnehmungsfähigkeit. Ferner gingen höhere Manganspiegel mit einem Anstieg an Serumparametern für oxidativen Stress einher. Die neue Studie belegt damit, dass eine bereits leichte, subtoxische Manganexposition bei Kindern messbare neurologische

Veränderungen hervorrufen kann. Zur Kontrolle des Manganstatus ist die Analyse im antikoagulierten Vollblut (EDTA-oder Heparinblut) der Serumanalyse vorzuziehen, da Mangan überwiegend intrazellulär vorkommt. Die Untersuchung kann im Rahmen des

Mineralstoffprofils erfolgen (Analysen 101 und 102, Schein Spezielle Immundiagnostik) oder als gezielte Einzeluntersuchung auch als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen (Anforderung „Mangan im EDTA-Blut“).