17.02.2017

Q10-Supplementierung zur Prävention von Herzkrankheit?


Ein aktueller Übersichtsartikel stellt die Bedeutung des Coenzym Q10 für die Prävention von Herzerkrankungen dar (Jankowski et al., Pharmacological Reports 2016; 68: 1015-1019). Studien zeigen einerseits, dass Herzpatienten signifikant niedrigere Q10-Spiegel aufweisen und andererseits von einer begleitenden Q10-Supplementierung profitieren können. Der schützende Effekt des Q10 wird darauf zurückgeführt, dass es als Lipid mit Redox-Funktion in Zellmembranen eingebaut wird und hier eine Funktion als Radikalfänger entfaltet. Dies schützt das Myokard ebenso wie Endothelien. Daher wirkt Q10 der Gefäßentzündung entgegen, die in der Pathogenese von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine zentrale Rolle spielt. Darüber hinaus dient Q10 als Elektronen-Carrier in der mitochondrialen Atmungskette. Ein Q10-Mangel stört den Elektronentransport und kann auf diese Weise oxidative Schädigungen der Mitochondrien verursachen. Die Q10-Versorgung des Organismus beruht sowohl auf endogener Synthese als auch auf Zufuhr mit der Nahrung. Die Ernährung gewinnt mit zunehmendem Alter an Bedeutung, da die körpereigene Produktion im Laufe des Lebens zurückgeht. Die vorliegende Publikation stellt heraus, dass Sicherung einer guten Q10-Versorgung einen wichtigen Platz in der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einnehmen sollte. Der Q10-Status wird im Labor über den Serumspiegel ermittelt  (Analyse 110, Schein Spezielle Immundiagnostik).