Neue Immunparameter

Regulatorische T-Zellen
Regulatorische T-Zellen (Treg) gehören zu den CD4-positiven T-Helferzellen. Ihr Anteil an den CD4-Zellen liegt bei ca. 10%. Sie nehmen eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung der Immuntoleranz ein. Regulatorische T-Zellen werden zytofluorometrisch anhand der Markerkonstellation CD3+CD4+CD25++CD127low aus einer Vollblutprobe identifiziert. Diese erst kürzlich beschriebene Oberflächenmarkierung hat die sichere Analyse erst ermöglicht (Treg-Zellen exprimieren CD127 – alpha-Kette des IL-7-Rezeptors – nur schwach). Empfehlenswert ist die Bestimmung  im Rahmen eines klassischen zellulären Immunstatus.

zitierte Literatur:

Thymusemigranten
(recent thymic emigrants = RTE-Zellen)

Im Laufe des Lebens kommt es bei jedem Menschen zu einer Rückbildung des Thymus, der sukzessive durch funktionsloses Fettgewebe ersetzt wird (Thymusinvolution). Dies hat zur Folge, dass die Thymusreserve, d.h. der Nachschub an neuen, jungfräulichen T-Lymphozyten, mit dem Alter abnimmt. Anhand des Oberflächemarkers CD31 (PECAM-1), den naive T-Zellen (CD4+/CD45+) auf der Oberfläche tragen, kann man die Zellen nachweisen, die erst kürzlich den Thymus verlassen haben (auch als „recent thymic emigrants“ bezeichnet). Je höher der Anteil dieser Zellen an den gesamtnaiven T-Zellen ist, desto größer ist die Thymusreserve, d.h. dessen Fähigkeit neue naive T-Lymphozyten zu generieren. Bei Kleinkindern tragen zu ca. 90 % der naiven T-Zellen CD31, wobei der Anteil im Laufe des Lebens auf ca. 55 % abnimmt.
Da der Marker CD31 ausschließlich auf den frisch aus dem Thymus emigrierten naiven T-Zellen (RTE-Zellen) exprimiert wird, lässt CD31 eine Unterscheidung zu den im Blut zirkulierenden naiven T-Zellen zu. Letztere vermehren sich durch postthymische Selektion und tragen mit zunehmendem Alter vermehrt zum Gesamtpool der peripheren naiven T-Zellen bei.