Inhalte des Kompaktseminars


Block I

Darm

Physiologie und Pathophysiologie des Darms und die Bedeutung der Besiedelung während der  Schwangerschaft. Gibt es Unterschiede bei gestillten, nicht gestillten Kindern? Welche Aufgaben haben Bakterien im Darm? Die Zusammensetzung der normalen Flora, Dysbiose, Fäulniskeime, Stuhl-pH, Overgroth-Syndrom, aber auch der Einfluß pathogene Keime, Clostridien, E.coli Biovare, Klebsiellen, Histaminbildner, H2S-Bildner, Candida, Schimmelpilze, Parasiten… Kann eine Dysbiose, Ursache für Erkrankungen sein, z.B. eines gestörten Serotoninstoffwechsels? Welchen Einfluss hat die Ernährung/Nahrungsmittel (kurzkettige Fettsäuren) auf die Darmflora? Die Zunahme der intestinalen Permeabilität – Leaky-Gut (Calprotectin, Alpha-1-Antitrypsin, iFABP,  Zonulin, sIgA) und deren Bedeutung bei der Behandlung chronischer Erkrankungen. Was haben die Mitochondrien mit dem Darm zu tun? 

Vitamine

Basiswissen zu allen wichtigen Vitaminen (A, B, D, K, C, E, ….) und deren Anwendung im Gesamtkontext der chronischen Erkrankung. Indikationen, Kontraindikationen, Dosierungen und Anwendung in konkreten Praxisfällen

Mineralstoffe

Basiswissen zu allen wichtigen Mineralstoffen (Zink, Selen, Chrom, Bor, …) und deren Anwendung im Gesamtkontext der chronischen Erkrankung. Indikationen, Kontraindikationen, Dosierungen und Anwendung in konkreten Praxisfällen

Toxische Metalle

Wo sind die Quellen, welche Symptome werden bei Schwermetallbelastungen beobachtet, Möglichkeiten der Entgiftung, Wechselwirkungen mit Mineralstoffen

Psychosomatik

Wie interagieren Körper und Seele, welche Zusammenhänge lassen sich wissenschaftlich belegen? Welche Auswirkungen haben kritische Lebensereignisse? Warum überstehen manche Menschen Traumata besser als andere (Konzept der Resilenz)?

Allergie

Allergieentstehung, Krankheitsbilder (Asthma, Neurodermitis) deren Diagnostik- und komplementärmedizinische Behandlungsmöglichkeiten. 
 


Block II

Immunologie 

Grundlagenwissen: Immunzellen und deren Funktion, Ablauf von „gesunden“ Immunreaktionen; die Rolle der Interleukine, Th1/TH2/TH17.
Konsequenzen pathologischer Immunreaktionen- Allergie Typ1 und Typ 4, (wofür BDT, LTT ); fehlende Immunabwehr am Beispiel Tumorerkrankungen und persistierende Infekte (Immunfunktion und Stimulation); Entzündung und Schmerz….
Wann ist welche Diagnostik sinnvoll und welche therapeutische Intervention. Wie kann man Immuntherapie labordiagnostisch kontrollieren. Das alles werden wir an Fallbeispielen erklären und therapeutische Möglichkeiten aufzeigen.

Mitochondrien

Physiologie der Energiegewinnung, Zitratzyklus, Atmungskette, Mikronährstoffe als deren Ko-Faktoren, erworbene Mitochondropathie und seine Ursachen, nitrosativer Stress, Autophagie, Fasten und ketogene Ernährung und deren Wirkung auf die Mitochondrien

Aminosäuren

Funktion und therapeutischer Einsatz bei verschiedenen Krankheitsbildern

Neuroendokriologie

Basiswissen Stresshormone und deren Ko-Faktoren, welche Auswirkung hat die chronische Entzündung in dem neuroendokrinen System? Dauerstress und Umweltfaktoren belasten das Vegetative Nervensystem, es kommt zu Schlafstörung, Depression, Burn-out, CFS/ME, Nebennierenschwäche als Folge dieser Dauerbelastungen. Auch genetische Polymorphismen, z.B des COMT-Gens können hier eine Rolle spielen. Behandlungsstrategien werden an Fällen aus der Praxis dargestellt.

Autoimmunerkrankungen

als Ursache und Folge chronischer Entzündungen

Ernährung

Nahrungsmittelallergie versus Nahrungsmittelunverträglichkeit, Laktose-, Fruktose-, Sorbitintoleranz, Histaminintoleranz, Glutenunverträglichkeit versus Zöliakie

 

Block III

Fettsäuren

Basiswissen, Diagnostik und therapeutische Anwendung. Die Funktion der Fettsäuren, für die Struktur von Membranen, für die Energiebildung und die Prostaglandinsynthese. Zusammensetzung der Fettsäuren in der Ernährung. Erkrankungen bei denen die Substitution von Fettsäuren therapeutisch genutzt werden kann (z.B. chron. Entzündung, Rheuma, Nervenerkrankungen, Diabetes, Mitochondropathie)

Oxidativer Stress

Lipidperoxidation, AGE, Nitrotyrosin als diagnostische Marker für oxidativen Stress. Superoxiddismutase und warum manche Patienten schon in mittleren Jahren Zeichen von oxidativem Stress zeigen. 

Cardiometabolic

Herzerkrankungen, Arteriosklerose, Apoplex und deren Entstehung. Risikofaktoren wie Homocystein, ADMA, MDA-LDL, MTHFR bewerten und frühzeitig den Lebensstil (Ernährung, Bewegung) ändern. Neue Erkenntnisse zu Cholesterin, Fettstoffwechselstörungen und welchen Einfluss die Ernährung hier hat.  Kann die Versorgung mit Mikronährstoffen und Omega-3-Fettsäuren die Situation verbessern?  Welche Rolle spielt das Vegetative Nervensystem. VNS Analysen liefern hier interessante diagnostische Möglichkeiten. Das metabolische Syndrom, den Prädiabetes früh erkennen, HOMA, intaktes Proinsulin und die Behandlung mit Mikronährstoffen verbessern die Glukoseverwertung und damit das Risiko für einen manifesten Typ II Diabetes.

Entgiftung

Durch zunehmende Belastung mit Umweltgiften ist es immer wichtiger, dafür zu sorgen, dass diese Substanzen den Körper auch wieder verlassen können. Dazu müssen sie konjugiert und  ausscheidbar gemacht werden. All dieses passiert in der Phase1 - Phase2-Entgiftung mit Hilfe der P450 Enzyme (z.B. CYP 1A1, 2D6, …) und der GSTs, NATs, UGTs, COMT. Die Funktion dieser Enzyme lässt sich unterstützen. Wichtig ist es, diese Problematiken zu erkennen und zu behandeln.
Z.B. müssen Medikamente abgebaut werde. Bei einem „rapid metabolizer“ wird das Medikament ultraschnell abgebaut und wirkt nicht, bei einem „poor metabolizer“ wird es nur langsam abgebaut, kumuliert und der Patient leidet unter den Nebenwirkungen. 

Genetik

Wenn wir die genetische Ausstattung unserer Patienten kennen, sind wir frühzeitig in der Lage, sie vor unerwünschten Wirkungen zu schützen, z.B. Tamoxifen wird über CYP 2D6 abgebaut. Eine Mutation auf dem Gen kann die Unwirksamkeit von Tamoxifen bewirken. MTHFR, COMT, DAO, MAO, PEMT alles Gene, über die wir sprechen werden. Was hat es mit der Methylierung auf sich?

Epigenetik

Sie untersucht die Änderungen der Genfunktion, die nicht auf Veränderungen der Sequenz der DNS (Mutation oder Rekombination) beruhen, aber an Tochterzellen weitergegeben werden. Hier spielen Veränderungen am Chromatin und Methylierung der DNS eine Rolle, die das Ablesen der Gene beeinflussen.

Umweltzahnmedizin

Die Zahnmedizin nimmt in der internistisch-umweltmedizinischen Praxis einen großen Raum ein. Viele v.a. die chronischen Erkrankungen haben ihr Grundproblem oder ihr „Heilhindernis“ im Mund-Zahn-Kieferbereich, sei es immunologisch, toxikologisch, galvanisch oder durch Einfluss auf die Gesamtstatik über das Kiefergelenk.  Es soll ein kurzer Überblick über die mögliche Diagnostik für den Bereich der Zahnmedizin in der internistischen Praxis dargestellt werden.   Nur im integrativen Konzept und in einer engen Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Mediziner kann eine sinnvolle Therapie für den einzelnen Patienten erfolgen.

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