Diagnostische Pfade der Anämie

Zielstellung

Anämie ist ein häufiges klinisches Symptom. Die Anämie kann Folge verminderter Bildung der Erythrozyten (Hypo- oder Aplasie der Erythropoese z.B. bei aplastischer Anämie), ineffektiver Erythropoese (z.B. bei megaloblastärer Anämie), verminderter Hämoglobinbildung (z.B. beim Eisenmangel), einer Verteilungsstörung (z.B. in der Schwangerschaft) oder einer Verkürzung der Überlebenszeit der Erythrozyten im peripheren Blut sein (Hämolyse oder Blutung). Jede Anämie ist ein Hinweis auf eine zugrunde liegende Erkrankung oder auf einen Mangelzustand und bedarf einer ursächlichen Abklärung. Die Behandlung der Anämie mit Eisen, Vitamin B12 oder Folsäure ohne Beweis oder begründeten Verdacht des spezifischen Mangels ist medizinisch und ökonomisch nicht vertretbar und darüber hinaus wegen der möglichen Verzögerung der Diagnose gefährlich. Ziel dieser Zusammenstellung diagnostischer Pfade ist es, geordnete und kostengünstige Algorithmen für die Anämiediagnostik zur Verfügung zu stellen. Das folgende Übersichtsschema der diagnostischen Pfade soll eine Orientierungshilfe sein, sich in den Pfaden schnell zurechtzufinden. Da uns kein evidenzbasiertes Vorgehen in der Anämiediagnostik bekannt ist, sind die Pfade als Empfehlungen und nicht als gesichertes Wissen zu verstehen.

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