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Newsletter April 2018

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1. NEUES AUS DEM LABOR

Mineralstoffbefunde nun mit Vorbefundansicht
Die tabellarische Vorbefundansicht erleichtert die Beurteilung von Verläufen. Das neue Befundlayout ist nun auch als Fax voll lesbar.

Verbesserte Differenzierung bei Erdnuss-Sensibilisierung
Bei Sensibilisierung auf Erdnussextrakt hat die Unterscheidung zwischen potentiell gefährlichen Speicherproteinen (Ara h 1, 2, 3) und sekundären Kreuzreaktionen (Ara h8, 9) weitreichende Folgen für den betroffenen Patienten. Ab sofort kann zusätzlich auch eine Sensibilisierung auf das klinisch relevante Speicherprotein Ara h6 abgeklärt werden. Ko-Sensibilisierungen mit den anderen Speicherproteinen der Erdnuss, vor allem mit Ara h 2 sind zwar häufig, eine Monosensibilisierung gegen Ara h 6 wurde jedoch in einer Studie bei 4 % der diagnostizierten Erdnuss-Allergiker festgestellt.

Programmflyer der Online-Fortbildungen 2018/2019 verfügbar
Themen und Termine der Mittwochs-Fortbildungsreihe finden Sie hier. Auf Anfrage schicken wir Ihnen gern den Programmflyer zu.


2. DIE FRAGE AUS DER PRAXIS

Wann bestimmt man VEGF im Serum?

VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) ist ein Signalmolekül in der Angiogenese. Es stimuliert das Wachstum von Blutgefäßendothelien.

Es gibt zwei Indikationen für die Bestimmung beim Patienten:

1. als Progressionsmarker bei Tumorerkrankungen
VEGF stimuliert die Teilung und Migration von Endothelzellen der Blutgefäße und somit auch eine Neovaskularisation von Tumoren. Das erklärt, warum eine höhere VEGF-Expression im Tumor mit einem progressiveren Wachstum solider Tumoren einhergeht. In aktuellen Studien wurde gezeigt, dass auch der im Patientenblut gemessene VEGF-Spiegel prognostische Aussagen macht. Ein Anstieg des VEGF-Serumspiegels im Verlauf, insbesondere unter immunstimulierender Therapie, gilt als kontraproduktiv.

2. zur Differentialdiagnostik der Bartonellose
Die Bestimmung von VEGF im Serum dient dem Nachweis von Bartonella henselae Ko-Infektionen bei Patienten mit Erkrankungen, die durch Zecken übertragen werden. Bartonella henselae induziert in befallenen Zellen VEGF, weshalb erhöhte Blutspiegel einen wichtigen Hinweis auf eine erfolgte Infektion geben. Der Pathomechanismus der VEGF-Bildung durch Bartonellen erklärt sich darüber, dass die sich vermehrenden Bartonellen in den befallenen Körperzellen und Geweben ein Energiedefizit und ATP-Mangel auslösen. Dieses Defizit würde sekundär aber auch für die Bartonellen selbst die Überlebenswahrscheinlichkeit reduzieren. Die Induktion von VEGF durch die Bartonellen und die damit bessere Durchblutung des befallenen Gewebes führt zu einem Überlebensvorteil der Erreger. 

Für die Bestimmung von VEGF wird 5 ml Vollblut zur Serumgewinnung benötigt. Das Vollblut muss (sofern es nicht taggleich im Labor eintrifft) in der Praxis abzentrifugiert werden. 


3. FÜR SIE GELESEN

Ernährung beeinflusst den klinischen Verlauf der Parodontitis
Parodontitis erhöht das Risiko für eine Reihe chronisch entzündlicher Erkrankungen. Ihre Pathogenese wird durch ein Wechselspiel aus anaeroben Keimen, überschießender Immunantwort und Gewebeabbau bestimmt. Eine aktuelle Studie spricht nun dafür, dass die Versorgung mit Mikronährstoffen den Verlauf der Parodontitis signifikant beeinflusst (Luo et al., Australian Dental Journal, 6. März 2018, Online-Vorabpublikation). Die retrospektive Datenbankanalyse des „United States National Health and Nutrition Examination Survey “ zeigte einen Zusammenhang zwischen geringer Aufnahme von Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin C, Vitamin E und Folsäure und dem Schweregrad der Parodontitis. Es wurden hierzu Daten von mehr als 6.000 Patienten analysiert. Kriterien für den Schweregrad der Parodontitis waren die Taschentiefe, der Rückgang des Zahnfleisches sowie die mögliche Lockerung des Zahnes. Die Zufuhr von Mikronährstoffen wurde auf der Grundlage eines Fragebogens über die Ernährungsgewohnheiten berechnet. Die Korrelation zum Schweregrad der Parodontitis untermauert die protektive Wirkung antioxidativer und antientzündlicher Mikronährstoffe im Verlauf chronischer Entzündungen. Zur Bestimmung des B-Vitamin-Status empfehlen wir die Messung der bioaktiven Vitamine (Analysen 105, 106b, 107b Schein Spezielle Immundiagnostik). Für Vitamin A, C und E steht die herkömmliche Spiegelbestimmung zu Verfügung.

Niedrigere Mineralstoffspiegel bei depressiven Patienten
Nach einer aktuellen Studie geht Depression mit niedrigeren Mineralstoffspiegeln einher (Islam et al., BMC Psychiatry 2018; 18: 94). Dies ergab eine Auswertung der Mineralstoffanalysen bei 247 depressiven Patienten und 248 gesunden Kontrollprobanden. Der Vergleich zeigte signifikant niedrigere Spiegel an Calcium, Magnesium, Mangan, Selen und Zink bei den depressiven Patienten, sowie höhere Kupferspiegel. Beide Gruppen hatten dieselbe Alters- und Geschlechtsverteilung. Die betroffenen verminderten Mineralstoffe sind auf vielfältige Weise an zentralnervösen Funktionen beteiligt. Aufgrund der multifaktoriellen Genese depressiver Erkrankungen ist dennoch überraschend, dass der Mineralstoffstatus bereits in der hier untersuchten eher kleinen Studienpopulation einen statistisch signifikanten Einfluss zeigt. Der beobachtete Kupferanstieg ist als Zeichen von Immunaktivierung zu werten, da Kupfer bei Entzündung im Blut unabhängig vom Versorgungsstatus an Coeruloplamin gebunden ansteigt. Damit untermauern die aktuellen Ergebnisse einmal mehr die Bedeutung chronischer Entzündung für die Entstehung depressiver Symptomatiken. Für die Untersuchung des Mineralstoffstatus empfehlen wir die „Vollblutmineralanalyse“ im EDTA- oder Heparin-Vollblut, entweder im Mineralstoffprofil unter Berücksichtigung toxischer Antagonisten oder als gezielte Einzelanalyse (letzteres auch als Leistung der GKV).


4. FORTBILDUNGSVERANSTALTUNGEN

Online-Fortbildungen

Reihe Neuro-Endokrino-Immunologie

Selen - Biotransformation und physiologische Funktionen
Mittwoch, 2. Mai 2018 um 15:00 Uhr - Referentin: Dr. rer. nat. Katrin Huesker, IMD Berlin MVZ

Vascular endothelial growth factor (VEGF) - Diagnostische Bedeutung
Mittwoch, 23. Mai 2018 um 15:00 Uhr - Referentin: Dr. rer. nat. Cornelia Doebis, IMD Berlin MVZ

Das gesamte Programm finden Sie unter: Veranstaltungen

Präsenzfortbildungen

Borreliose und Depression: die Zusammenhänge verstehen
20. April 2018 in Freudenstadt (im Rahmen des 134. ZAEN-Kongress vom 18.04. bis 22.04.2018)
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e. V.

124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin
14. bis 17. April 2018 in Mannheim
Programm
Veranstalter: m:con - mannheim:congress GmbH

8. Kongress für komplementäre Krebstherapie
20. bis 21. April in München
Programm und Anmeldung
Veranstalter: gimmi consulting

European Lyme Borreliosis Conference 2018
28. bis 30. April 2018 in Villach (Österreich)
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Deutsche Borreliose Gesellschaft e. V.

Ausbildung zum Orthomolekular-Therapeuten
04. bis 12. Mai 2018 am Gardasee
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Vital Institut NRW

Interaktive Sprechstunde - von der Anamnese bis zur Therapie
6. Juni 2018 in Eschborn bei Frankfurt
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Institut für mitochondriale Medizin, Kyberg vital und IMD Labor Berlin

10. Jahrestagung der DEGUZ
8. bis 9. Juni 2018 in Frankenthal
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Deutschen Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin e. V.

Qualitätszirkel Immunologie
12. September 2018 in Dresden
Programm und Anmeldung
Veranstalter: IMD Berlin MVZ

17. Umweltmedizinische Jahrestagung
21. bis 23. September 2018 in Luxemburg
Vorankündigung
Veranstalter: European Academy for Environmental Medicine e. V. (EUROPAEM) 
in Zusammenarbeit mit Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin (IGUMED)

Interaktive Sprechstunde - von der Anamnese bis zur Therapie
14. November 2018 in München
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Institut für mitochondriale Medizin, Kyberg vital und IMD Labor Berlin

Informationen zu Programm und Referenten sowie zur Anmeldung für diese und weitere Fortbildungsveranstaltungen finden Sie unter: Veranstaltungen


5. REDAKTION UND INHALTLICHE BETREUUNG

Dr. med. Volker von Baehr (V.Baehr@IMD-Berlin.de)
Dr. Cornelia Doebis (Forschung und Entwicklung - C.Doebis@IMD-Berlin.de)
Dr. med. Oliver Frey (O.Frey@IMD-Berlin.de)
Dr. Katrin Huesker (Neuro-Endokrino-Immunologie, Immuntoxikologie - K.Huesker@IMD-Berlin.de)
Dr. Brit Kieselbach (Autoimmunologie - B.Kieselbach@IMD-Berlin.de)
Dr. Anna Klaus (Allergie - A.Klaus@IMD-Berlin.de)
Dr. Anne Schönbrunn (A.Schoenbrunn@IMD-Berlin.de)
Dr. Sabine Schütt (Immungenetik - S.Schuett@IMD-Berlin.de)

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