Newsletter Dezember 2019

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Wir wünschen Ihnen, Ihren Mitarbeitern und Familien frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

 

1. NEUES AUS DEM LABOR

„Update“ der Schimmelpilz-Diagnostik
Auf Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen Literatur haben wir Vorkommen und Bedeutung der wichtigsten klinisch relevanten Schimmelpilze in einer Übersicht zusammengestellt. Details zu medizinischen Hintergründen und zum diagnostischen Vorgehen sind in unserer neuen Diagnostikinformation dargestellt. Hier finden Sie auch die Inhalte unserer IgE- und IgG-Schimmelpilzprofile, die der aktuellen Datenlage angepasst wurden. Der „LTT-Schimmelpilze“ bleibt unverändert.

„LTT-Salbengrundlagen“ mit neuen Inhalten
Das LTT-Profil „Salbengrundlagen“ wurde von uns aktualisiert und beinhaltet nun die folgenden 13 Allergene: Vaseline, Wollwachs, Wollwachsalkohole, Polyethylenglycol, Propylenglycol 400, Sorbitansesquioleat, Paraben-Mix, Isopropyl-myristat, Kokosnussdiethanolamid, Triethanolamin, Perubalsam, Triclosan, Glycerin. Dieses optimierte Profil ist ab sofort für Sie verfügbar.

Neuer ISAC-Chip ab Januar 2020 
Ab Januar steht Ihnen bei uns die neue Generation des ISAC zur Diagnostik von Typ-I-Sensibilisierungen zur Verfügung. Der neue „ISACE112i“ dient der Differenzierung von Primär- und Kreuzsensibilisierungen bei polysensibilisierten Atopikern, beinhaltet ein umfassendes Portfolio an Tierhaarallergenen und erfasst erstmalig alpha-Gal Sensibilisierungen (assoziiert mit verspäteter Fleischallergie). Entfernt wurden hingegen die Wespen- und Bienengiftkomponenten. Mehr Informationen zu den neuen Inhalten erhalten Sie in unserer Diagnostikinformation.  

Kongress Metalltoxikologie – Online-Anmeldung freigeschaltet
Thema der Tagung am 13.06.2020 in Berlin ist die Anwendung der wissenschaftlich fundierten Metalltoxikologie in der klinischen Praxis. Veranstalter sind der Deutsche Berufsverband Klinischer Umweltmediziner (dbu) in Kooperation mit der Ärztegesellschaft für Klinische Metalltoxikologie (KMT) und dem IMD. Tagungsprogramm und Online-Anmeldung finden Sie auf dbu-online.de.
 


2. DIE FRAGE AUS DER PRAXIS

Müssen für die Diagnostik einer rheumatoiden Arthritis immer der Rheumafaktor und die anti-CCP-Antikörper bestimmt werden?
Ja. Die aktuellen Klassifikationskriterien der rheumatoiden Arthritis beruhen auf einem Punktesystem, in dem neben klinischen Symptomen auch Laborparameter berücksichtigt werden. So gehen Entzündungsparameter (erhöhte Blut-körperchensenkungsgeschwindigkeit oder erhöhtes CRP) mit einem Punkt in den Klassifikationsscore ein. Die krankheitsassoziierten Antikörper Rheumafaktor und anti-CCP werden bei einer moderaten Erhöhung (unterhalb des Dreifachen der oberen Referenzbereichsgrenze) mit 2 und bei einer starken Erhöhung (mindestens dreifach über der oberen Referenzbereichsgrenze) mit 3 Punkten bewertet. Hierbei ist es nicht erforderlich, dass beide Marker erhöht sind, für die Klassifikation reicht bereits die Erhöhung eines der beiden Marker. Oft verhalten sich die Marker bei Patienten unterschiedlich, also Rheumafaktor erhöht und CCP normal oder umgekehrt. Mit der Bestimmung von nur einem der beiden Marker kann daher eine RA nicht sicher ausgeschlossen werden.  

Abb.: Das Befundbeispiel zeigt einen Patienten mit fehlendem Nachweis von Rheumafaktoren, aber einem deutlich erhöhten anti-CCP-Wert. Dieser liegt dreifach über der oberen Grenze des Referenzwertes und geht daher mit 3 Punkten in den Klassifikationsscore der rheumatoiden Arthritis ein


3. FÜR SIE GELESEN

Kochsalz bewirkt eine TH17-Polarisation und verstärkt damit Symptome bei Patienten mit Arthritis
CD4-Helferlymphozyten vom TH-17-Typ spielen eine fördernde Rolle für die Entwicklung und Progression der Rheumatoid-arthritis (RA).  TH17-Zellen und ihr Markerzytokin IL-17 verstärken die  Gelenkinflammation und die Knochendestruktion. Schon 2013 wurden erstmals in der Zeitschrift Nature experimentelle Daten publiziert, dass Kochsalz (NaCl) die Polarisation zu TH17-Zellen fördert. Es wird vermutet, dass dafür im Darm NaCl-Effekte auf das Mikrobiom  oder auf die T-Helferzellpolarisation in der intestinalen Mukosa verantwortlich ist. 
In einer aktuellen Studie (Seung et al., Yonsei  Medical Journal 2019; 60: 88-97) wurde dieses sowohl im Mausexperiment als auch mit Blutzellen von Patienten mit Arthritiden bestätigt.  Die südkoreanische Forschergruppe analysierte den Effekt von NaCl auf die Th17-Differenzierung peripherer Blutmonozyten von Patienten mit RA und Osteoarthritis (OA). Mit zunehmender NaCl-Dosis stieg in beiden Patientengruppen die Zahl IL17-positiver T-Helferzellen an. Die Konzentration an IL17 in der Synovialflüssigkeit war dagegen höher bei RA im Vergleich zu OA. Zudem zeigte sich im Mausexperiment (bei den Patienten wurde das nicht untersucht), dass histologisch die Entzündungsaktivität der Synovia höher war, wenn die Mäuse mit NaCl gefüttert wurden. 
Diese Studie bestätigt die Auffassung, dass erhöhter Kochsalzkonsum die RA verstärken kann und dass die verstärkte Differenzierung von T-Helferlymphozyten zu TH17-Zellen daran ursächlich beteiligt ist. Daraus wird die Empfehlung abgeleitet, dass Patienten mit RA von einer diätetischen Limitierung des Kochsalzkonsums profitieren könnten. 

Charakteristischer Mikronährstoffmangel bei Depression
Eine aktuelle Studie zeigt typische Abweichungen im Mikronährstoffstatus bei depressiven Patienten (Samad et al., Psychiatry Investigation, 13.11.2019, Online-Vorabpublikation). Verglichen wurden je 48 depressive Patienten und gesunde Kontrollprobanden. Die Auswertung ergab signifikant niedrigere Spiegel sowohl an Tryptophan als auch an Magnesium, Selen und 25-OH-Vitamin D. Diese Ergebnisse untermauern bekannte biochemische Zusammenhänge, wie die Funktion von Tryptophan als essentielle Ausgangssubstanz der Serotoninsynthese und Magnesium als Kofaktor dieser enzymatischen Umwandlung. Die antientzündlichen und antioxidativen Eigenschaften von Selen und Vitamin D hemmen einerseits direkt depressionsfördernde entzündliche Prozesse sowie indirekt den entzündungsbedingten Tryptophanabbau durch das Enzym IDO. Labordiagnostisch ist daher bei depressiven Patienten neben Parametern des Tryptophan-Serotonin-Stoffwechsels auch eine Untersuchung des Mikronährstoffstatus zu erwägen. Hier empfiehlt sich die Vollblutmineralanalyse sowie die Bestimmung der freien, bioverfügbaren Form des 25-OH-Vitamin D (Analyse 111, Schein „Spezielle Immunologie“). Die Vitamine B6, B12 und Folsäure wurden in der vorliegenden Studie zwar nicht untersucht, sie sind jedoch wie Magnesium essentielle Kofaktoren der Serotoninsynthese. Bei Verdacht auf Kofaktormangel  stellen sie daher ebenfalls relevante Parameter dar (Bestimmung der Bioaktivität als Analysen 105 ff, Schein „Spezielle Immundiagnostik“).
 


4. FORTBILDUNGSVERANSTALTUNGEN

Online-Fortbildungen

Reihe Neuro-Endokrino-Immunologie

Spurenelemente und Vitamine in der Schwangerschaft
Mittwoch, 22. Januar 2020 um 15:00 Uhr
Referentin: Sabine Barz, Frauenärztin

Einsatz von Spurenelementen und Vitaminen bei Sportlern
Mittwoch, 19. Februar 2020 um 15:00 Uhr
Referentin: Sabine Barz, Frauenärztin

Das gesamte Programm finden Sie unter: Veranstaltungen

 

Präsenzfortbildungen

DEGUZ Grundlagenseminar ZahnMedizin für Mediziner
24. bis 25. Januar 2020 in Stuttgart
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin e. V.

Curriculum für Heilpraktiker, Physiotherapeuten und Zahnärzte
24. bis 25. Januar 2020 in Berlin
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Praxis Dr. med. Astrid Kohl

Nahrungsmittelallergien im Kindesalter: Diagnostische und Klinische Aspekte
29. Januar 2020 in Berlin
Programm und Anmeldung
Veranstalter: IMD Berlin MVZ  

Neue Aspekte zur Bedeutung der Vitamine B, D und K bei chronisch entzündlichen Erkrankungen und Immundefekten 
19. Februar 2020 in Hamburg
Programm und Anmeldung
Veranstalter: IMD Berlin MVZ

Curriculum Metalltoxikologie Kurs 1 & 2
07. bis 08. März 2020 in Frankfurt/M.
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Ärztegesellschaft für Klinische Metalltoxikologie e.V. (KMT)

12. Warnemünder Tage für Komplementärmedizin
27. bis 29. März 2020 in Warnemünde
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Institut für Prävention und Gesundheitsförderung M-V GmbH

Die Misteltherapie in der integrativen Medizin: Wunsch und Wirklichkeit
22. April 2020 in Berlin
Programm und Anmeldung
Veranstalter: IMD Berlin MVZ  

DEGUZ 12. Jahrestagung
08. bis 09. Mai 2020 in Leipzig
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin e. V.

Ausbildung zum Orthomolekular-Therapeuten
15. bis 23. Mai 2020 am Gardasee / Italien
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Vital Institut NRW.de

Kongress Metalltoxikologie 
13. Juni 2020 in Berlin
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Deutscher Berufsverband Klinischer Umweltmediziner e. V.
 

Informationen zu Programm und Referenten sowie zur Anmeldung für diese und weitere Fortbildungsveranstaltungen finden Sie unter: Veranstaltungen


5. REDAKTION UND INHALTLICHE BETREUUNG

Dr. med. Volker von Baehr (V.vonBaehr@IMD-Berlin.de)
Dr. Cornelia Doebis (Biomarker & Durchflusszytometrie - C.Doebis@IMD-Berlin.de)
Dr. med. Oliver Frey (Immundefektdiagnostik und Immunphänotypisierung - O.Frey@IMD-Berlin.de)
Dr. Katrin Huesker (Neuro-Endokrino-Immunologie, Immuntoxikologie - K.Huesker@IMD-Berlin.de)
Dr. Brit Kieselbach (Autoimmunologie - B.Kieselbach@IMD-Berlin.de)
Dr. Anna Klaus (Allergie - A.Klaus@IMD-Berlin.de)
Dr. Anne Schönbrunn (Funktionelle Immundiagnostik - A.Schoenbrunn@IMD-Berlin.de)
Dr. Sabine Schütt (Immungenetik - S.Schuett@IMD-Berlin.de)
Andrea Thiem, Praktische Ärztin (Orthomolekulare Medizin - A.Thiem@IMD-Berlin.de)

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