Newsletter Juni 2019

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1. NEUES AUS DEM LABOR

Gesamt-IgE auf dem ALEX-Befund jetzt quantitativ
Ab sofort wird das Gesamt-IgE für das ALEX- IgE Sensibilisierungsprofil separat mittels Fluoreszenz-Enzym-Immunoassay (FEIA) bestimmt. Bisher beinhaltete der ALEX nur eine semi-quantitative Bestimmung des Gesamt-IgE. Das neu integrierte quantitative Gesamt-IgE bietet nun Vergleichbarkeit zur herkömmlichen IgE-Analyse bei uns und in anderen Laboren. Sie erhalten die Ergebnisse nach wie vor auf einem Befund. Die Abrechnung bleibt unverändert.

Diagnostikinformation zu Biotin-Interferenzen
Die Einnahme sehr hoher Biotin-Dosen kann Laboranalysen stören, die das Detektionssystem „Biotin/Streptavidin“ nutzen. Da Biotin rasch ausgeschieden wird, ist der zeitliche Abstand zwischen Blutentnahme und Biotineinnahme entscheidend. Bitte entnehmen Sie ausführliche Informationen der aktuellen Diagnostikinformation.


2. DIE FRAGE AUS DER PRAXIS

Was sagt der Biomarker ucOsteocalcin über Vitamin K2 aus?
Die herkömmliche Blutspiegelanalyse von Vitamin K2 ist aus präanalytischen Gründen und wegen der starken nahrungsabhängigen Schwankungen ungeeignet, um die Vitamin K2-Versorgung einzuschätzen. Ein erhöhtes ucOsteocalcin zeigt einen Mangel an Vitamin K2 besser an. Der Anstieg des ucOsteocalcins beruht dabei darauf, dass K2-Mangel die Carboxylierung des ucOsteocalcins hemmt. Aus diesem Grund steigt bei Vitamin K2-Mangel das untercarboxylierte („uc“) Osteocalcin im Blut an und ist stabil messbar. Ein normwertiges oder vermindertes ucOsteocalcin zeigt eine ausreichende Versorgung mit Vitamin K2 an. In den seltenen Fällen eines verminderten ucOsteocalcins empfiehlt sich eine weiterführende Diagnostik:
 • Mögliche Ursache für erniedrige Werte ist eine Störung des Knochenstoffwechsels, z. B. aufgrund von Vitamin D-Mangel, denn Vitamin D aktiviert die Sekretion von ucOsteocalcin aus den knochenbildenden Osteoblasten.
 • Alternativ könnte Vitamin K2 besonders hohe Aktivität haben, so dass die Carboxylierung vermehrt

Abb.: Erhöhtes ucOsteocalcin zeigt Vitamin K2-Mangel an. Bei den selten auftretenden niedrigen ucOsteocalcin-Werten empfiehlt sich ggf. eine Weiterdifferenzierung über Parameter des Vitamin D- und Knochenstoffwechsels.


3. FÜR SIE GELESEN

i-FABP bei Psoriasis unterstützt die Hypothese einer „Darmhautachse“
Eine wachsende Zahl an Studien unterstreicht die Bedeutung der Haut- und Darmmikrobiota bei Psoriasis-Patienten und deutet auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Psoriasis, Mikrobiom, Darmbarriere und dem Immunsystems hin. Veränderungen im Mikrobiom haben starke Auswirkungen auf die Darmpermeabilität, wobei die Schädigung der Darmbarriere, durch Translokation von bakteriellen Stoffwechselprodukten in das Blut, auch die Immunantwort modulieren kann. Auf dieser Grundlage wurde das Konzept einer „Darmhautachse“ postuliert. In einer aktuellen Arbeit wurden die serologischen Marker i-FABP und Claudin-3 bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis untersucht (Sikora et al. Journal of Dermatology 2018; 45: 1468-1470). Beide Parameter können auf eine Beeinträchtigung der Darmbarriere hinweisen. In dem untersuchten Kollektiv von 20 Patienten mit chronischer Plaque-Psoriasis zeigten sich signifikant höhere Serum-Werte sowohl von Claudin-3 als auch i-FABP im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe (i-FABP: Analyse 182, aktualisierter Schein „Spezielle Immundiagnostik“). Diese Daten unterstützen die Hypothese der „Darmhautachse“. Maßnahmen, die auf das Mikrobiom abzielen, könnten somit ein wertvolles Hilfsmittel zur Vorbeugung oder Behandlung von Psoriasis und ihren Komorbiditäten sein.

Algorithmus zur Diagnose eines Mastzellaktivierungssyndroms
Periodisch wiederkehrende Mastzellaktivierungen mit stark ausgeprägten Symptomen können auf ein sogenanntes Mastzellktivierungssyndrom (MCAS) hindeuten. Häufig ist jedoch die Abgrenzung des MCAS von anderen Grunderkrankungen wie z.B. Allergien, Autoimmunerkrankungen oder Infektionen eine große Herausforderung. Zur Unterstützung der Differentialdiagnose hat daher eine Gruppe internationaler Wissenschaftler einen Algorithmus ausgearbeitet (Valent et al., J Allergy Clin Immunol Pract. 2019; 7: 1125- 1133). Eine mastzellassoziierte Erkrankung wird dabei von einer mastzellunabhängigen Erkrankung anhand der folgenden Schlüsselkriterien unterschieden:
 1. Wiederkehrend typische klinische Symptome wie akute Urtikaria, Blutdruckabfall und Präsynkopen.
 2. Erhöhte Serum-Tryptase. Ein Anstieg des ereignisbezogenen Levels vom Basalwert (symptomfrei) um mindestens 20 % zuzüglich 2 ng/ml gilt als das spezifischste Merkmal eines MCAS.
 3. Folgend sollte die Wirkung von Mastzellstabilisatoren und / oder Hemmern von Mastzellmediatoren geprüft werden.
Bestätigt sich auf diese Weise die Mastzellabhängigkeit der Symptomatik, erfolgt im letzten Schritt die Abklärung möglicher Ursachen wie z. B. eine IgE-vermittelte Allergie oder sogar eine Mastozytose (KIT D816V Mutation?). Dies erlaubt die Unterscheidung zwischen einem primären MCAS (Mastozytose), einem sekundärem MCAS (z. B. IgE-vermittelte Allergie) oder einem idiopathischen MCAS (nicht klonal, nicht IgE-vermittelt).


4. FORTBILDUNGSVERANSTALTUNGEN

Online-Fortbildungen

Reihe Neuro-Endokrino-Immunologie

Vitamin K2 – Bedeutung für den Vitamin D-Stoffwechsel
Mittwoch, 19. Juni 2019 um 15:00 Uhr
Referent: Dr. med. Bernd-Michael Löffler

Der Antioxidantien-Status – Interpretation und therapeutische Konsequenzen
Mittwoch, 28. August 2019 15:00 Uhr
Referentin: Andrea Thiem, Ärztin, IMD Berlin MVZ

Das gesamte Programm finden Sie unter: Veranstaltungen

 

Präsenzfortbildungen

7. Kolloquium „Forschung und Praxis in der Komplementärmedizin“
17. Juli 2019 in München
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Prof. Dr. med. Dieter Melchart | Qualitätszirkel Biomed, Dr. med. Cyrus Sami

Chronic Fatigue Syndrom (CFS) – Klinik – Differentialdiagnostik – Therapie
28. August 2019 in Berlin
Programm und Anmeldung
Veranstalter: IMD Berlin MVZ

1. Innovationssymposium der NEUEN GRUPPE: Keramikimplantate - die evidenzbasierte Alternative?
06. bis 07. September 2019 in Köln
Programm und Anmeldung
Veranstalter: NEUE GRUPPE 

FOM Ausbildung zum Orthomolekular-Therapeuten nach den Richtlinien des Forum Orthomolekulare Medizin (FOM) und der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK)
07. bis 08. September 2019 in Werther/Westfalen (nähe Bielefeld)
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Vital Institut NRW.de

Godesberger Pavillongespräche: Metalle im biologischen Organismus - Toxikologie, Allergologie, Entzündungsrelevanz
11. September 2019 in Bad Godesberg
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Zahnärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. D. Haentjes & B. Milbrodt

Die Bedeutung von Umweltfaktoren und zahnmedizinischen Einflüssen für die Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen
14. September 2019 in Köln
Programm und Anmeldung
Veranstalter: IMD Berlin MVZ

IX. Hyperthermie-Kongress
20. bis 21. September 2019 in Berlin
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Forum Medizin Verlagsgesellschaft mbH

3. Rostocker Tag „Mitochondriale Medizin für die Praxis“
28. September 2019 in Rostock
Programm und Anmeldung
Veranstalter: PD Dr. med. Bodo Kuklinski und Wolfgang Bönsch

BIO IMMUN GEN MEDIZIN KONGRESS 2019
04. bis 05. Oktober 2019 in Krems (Österreich) 
Programm und Anmeldung
Veranstalter: BIGMED-Austria

DÄGAK-Kongress 2019
04. bis 06. Oktober 2019 in Brixen/Südtirol (Italien)
Programm und Anmeldung
Veranstalter: DÄGAK - Deutsche Ärztegesellschaft für Applied Kinesiology

DEGUZ Personalisierte (Zahn)Medizin – genetische Analysen als Basis für eine erfolgreiche Therapie
18. bis 19. Oktober 2019 in Merklingen
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin e. V. 

53. Medizinische Woche Baden-Baden
30. Oktober bis 03. November 2019 in Baden-Baden
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e. V. | Haug Verlag

Godesberger Pavillongespräche: Chronische Entzündungen - Relevante Untersuchungsverfahren und Interpretation von Laborwerten
06. November 2019 in Bad Godesberg
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Zahnärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. D. Haentjes & B. Milbrodt
In Kooperation mit: IMD Berlin MVZ | DEGUZ e. V. 

18. Umweltmedizinische Jahrestagung - Systemische Entzündung und Antientzündliche Therapie
08. bis 09. November 2019 in Berlin
Programm und Anmeldung
Veranstalter: IMD Berlin MVZ
in Kooperation mit: Deutscher Berufsverband Klinischer Umweltmediziner e. V., Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin e. V. und Ökologischer Ärztebund e. V.

Informationen zu Programm und Referenten sowie zur Anmeldung für diese und weitere Fortbildungsveranstaltungen finden Sie unter: Veranstaltungen


5. REDAKTION UND INHALTLICHE BETREUUNG

Dr. med. Volker von Baehr (V.vonBaehr@IMD-Berlin.de)
Dr. Cornelia Doebis (Biomarker & Durchflusszytometrie - C.Doebis@IMD-Berlin.de)
Dr. med. Oliver Frey (Immundefektdiagnostik und Immunphänotypisierung - O.Frey@IMD-Berlin.de)
Dr. Katrin Huesker (Neuro-Endokrino-Immunologie, Immuntoxikologie - K.Huesker@IMD-Berlin.de)
Dr. Brit Kieselbach (Autoimmunologie - B.Kieselbach@IMD-Berlin.de)
Dr. Anna Klaus (Allergie - A.Klaus@IMD-Berlin.de)
Dr. Anne Schönbrunn (Funktionelle Immundiagnostik - A.Schoenbrunn@IMD-Berlin.de)
Dr. Sabine Schütt (Immungenetik - S.Schuett@IMD-Berlin.de)
Andrea Thiem, Praktische Ärztin (Orthomolekulare Medizin - A.Thiem@IMD-Berlin.de)

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