Newsletter Januar 2020

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1. NEUES AUS DEM LABOR

Stellungnahme - Die Bestimmung der bioaktiven B-Vitamine ist spezifisch, sensitiv und reproduzierbar!
In letzter Zeit wurde uns wiederholt zugetragen, dass Außendienstmitarbeiter eines anderen Labors die Aussage tätigen, dass die Bestimmung der bioaktiven B-Vitamine mit dem ID-Vit™Test-Kit der Firma Immundiagnostik „unsicher und schwankend“ wäre. Als ein Grund wird angegeben, dass die im Test verwendeten Bakterien nicht stabil wären. Wir können Ihnen mitteilen, dass wir bei uns im Labor diese Erfahrungen nicht gemacht haben sondern außerordentlich zufrieden sind. Auch der Firma Immundiagnostik als in Deutschland exklusivem Anbieter dieses Tests sind keine diesbezüglichen Probleme bekannt (Stellungnahme Immundiagnostik). Das IMD arbeitet bei der Messung der bioaktiven Vitaminen selbstverständlich nach seinen bewährten Qualitätsstandards. Es handelt sich bei diesem Bioassay um ein analytisch anspruchsvolles Messverfahren welches eingehende Erfahrungen in der Zellkultur und entsprechende räumliche Voraussetzungen für steriles Arbeiten erfordert. Die Etablierung und Validierung der Vitamine B1, B2 und B6 erfolgte im IMD-Berlin von Juni 2014 bis August 2015 und dauerte somit mehr als ein Jahr. Die weiteren 5 heute messbaren Vitamine wurden bis Januar 2017 etabliert, was somit weiteren 16 Monaten Erprobungszeit entsprach. Die von Seiten Dritter geäußerten Probleme traten damals in der Tat auf, konnten aber während dieser langen Entwicklungszeit gelöst werden. Die Tests sind nunmehr seit mehr als 4 Jahren im IMD Berlin nach DIN EN ISO 15189 akkreditiert.

Neu: Vollblutanalyse der bioverfügbaren Folsäure
Wir haben die Analytik der Folsäure „bioaktiv“ weiterentwickelt. Die Messung erfolgt ab Februar als Vollblutanalyse aus EDTA-Blut. Damit werden auch die intrazellulären Anteile erfasst. Bitte beachten Sie das geänderte Untersuchungsmaterial (EDTA-Blut statt Serum).

Neues LTT-Profil Tonerstaub
Ab sofort steht Ihnen das LTT Toner-Profil zur Verfügung. Es beinhaltet folgende im Toner vermehrt gefundene aromatische Kohlenwasserstoffe und Metalle: BTX (Benzol, Toluol, Xylol), Aluminium, Antimon, Blei, Cadmium. Chrom, Eisenoxid, Kobalt, Kupfer, Mangan, Nickel, Quecksilber (anorganisch), Silizium, Zinn.

Diagnostik bei Verdacht auf Atopische Dermatitis
Auf Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen Literatur (siehe auch „Für Sie gelesen“) haben wir unser IgE-Symptomprofil „Ekzem“ um den Hefepilz Malassezia spp erweitert. Das Profil beinhaltet die häufigsten allergischen Neurodermitis-Trigger (Ei, Milch, Fisch, Weizen, Erdnuss, Soja, Haselnuss, Hausstaubmilbe, Malassezia spp). Weitere Möglichkeiten zur Labordiagnostik bei Atopischer Dermatitis können Sie auch der neu erstellten Diagnostikinformation entnehmen.

Regionalveranstaltungen
Auch in diesem Jahr bieten wir zahlreiche Regionalveranstaltungen zu praxisrelevanten Themen rund um die klinische Immunologie an (Programmflyer Region „Nord“, „Süd“, „Ost“ und „West“). Diese, in der Vergangenheit auch als Qualitätszirkel oder „Immunologen-Stammtische“ bekannten, Fortbildungen dienen dem Wissensaustausch zwischen allen Teilnehmern (Anmeldung erforderlich Veranstaltungen@IMD-Berlin.de).


2. DIE FRAGE AUS DER PRAXIS

Warum misst das IMD nicht auch Eisen in der Vollblutmineralanalyse?
„Eisen im Vollblut“ eignet sich genauso wenig wie Eisen im Serum zur Beurteilung des Eisenstatus. Das im EDTA- oder Heparinvollblut gemessene Eisen stammt zu 99 % aus dem Hämoglobin – seine Aussagekraft ist daher nicht besser als die des Hb-Wertes. Dieser ist aufgrund der 3-monatigen Lebensdauer der Erythrozyten nicht geeignet, Unterversorgungen mit verfügbarem Eisen frühzeitig zu erkennen. Ein Abfall des Hb und des Vollblut-Eisens wird erst bei einer Eisenmangelanämie beobachtet, also bei fortgeschrittenem, klinisch manifestem Eisenmangel. Die Messung von Eisen in der Vollblutmineralanalyse birgt die Gefahr, dass die Eisenzufuhr anhand dieses wenig sensitiven Parameters beurteilt wird und Defizienzen unerkannt bleiben. Aus diesem medizinischen Grund haben wir uns entschieden, Eisen nicht in den Mineralstoffprofilen des IMD mit zu messen, auch wenn es methodisch ganz und gar unproblematisch wäre. Zur verlässlichen und sensitiven Kontrolle der Eisenversorgung empfehlen wir stattdessen die Anforderungen Ferritin, hsCRP, löslicher Transferrinrezeptor und Ferritinindex (auch als Kassenleistung möglich). Der Ferritinindex wird aus Ferritin und dem löslichen Transferrinrezeptor errechnet und ermöglicht die Beurteilung des Eisenstatus auch bei entzündungsbedingtem Ferritinanstieg. Ausführliche Hintergründe zur Diagnostik des Eisenstoffwechsels finden Sie in unserer Diagnostikinformation​​​​​​​​​​​​​​.  


3. FÜR SIE GELESEN

Die Hautflora als Therapieansatz bei Atopischer Dermatitis?
Mikroorganismen und ihr Einfluss auf die Entstehung atopischer Krankheiten rücken immer mehr in den Fokus, so auch Malassezia-Hefen. Sie sind Hauptbestandteil (50-80 %) der Hautflora und abhängig von der Versorgung mit Fettsäuren. Die Besiedlung variiert mit Alter und Fettanteil der Haut. In der aktuellen Literatur wird Malassezia als Triggerfaktor der atopischen Dermatitis (AD) diskutiert, insbesondere bei Erwachsenen (Nowickla und Nawrot, Mycoses 2019; 62: 588-596). Zum Einen fördert eine gestörte Hautbarriere die Interaktion zwischen Malassezia und Immunzellen, was zu einer pro-inflammatorischen Immunantwort führt und die Krankheitsaktivität steigert. Zum Anderen verändert der erhöhte Haut-pH-Wert bei AD-Patienten die Freisetzung der Malassezia-Allergene. Sowohl das Thioredoxin (Mala s 13) als auch die Mangan-abhängige Superoxiddismutase des Hefepilzes (Mala s 11) haben eine hohe strukturelle Ähnlichkeit zu ihren humanen Homologen. Die aktivierten T-Zellen erkennen neben den Pilzenzymen auch die humanen Enzyme und fördern somit über die „Autoreaktivität“ die Entzündung der Haut. Neben der herkömmlichen Therapie könnten daher bei Malassezia-sensibilisierten Patienten, auch antifungale Therapien, eine Regulation des Haut-pH-Wertes und eine Phototherapie vielversprechend sein. Es wurde z.B. gezeigt, dass die Viabilität des Pilzes Malassezia furfur unter Bestrahlung mit Licht der Wellenlänge 670 nm signifikant abnimmt. Zur Identifikation der Triggerfaktoren bieten wir Ihnen in erster Linie das IgE-Symptomprofil „Ekzem“ an (bitte anfordern als „IgE-Profil Ekzem“, Analyse als EBM-Leistung möglich). Bei zusätzlichen atopischen Komorbiditäten (z.B. Allergische Rhinitis oder Asthma) ist das ALEX-Allergenprofil eine umfassende Alternative. Dieses Screening untersucht nicht nur IgE-Antikörper gegen Nahrungsmittel, Pollen und Milben sondern zusätzlich gegen verschiedene Malassezia Allergene, darunter gegen das erwähnte Mala s 11.

Mikronährstoffe können Fertilität positiv beeinflussen
Aufgrund der abnehmenden Fertilität in den Industrieländern rücken positive Einflussfaktoren auf die männliche und weibliche Fruchtbarkeit in den Fokus. Aktuelle Arbeiten untermauern hier die Bedeutung von Mikronährstoffen (Schaefer et al., Clinical Medicine Insights Women’s Health, 2019; Chu et al., Reproductive Health, 2019; Cyprian et al., Frontiers in Immunology, 2019; Salas-Huetos et al., Reproductive Biology, 2019). Die veröffentlichten Auswertungen zeigen, dass Frauen im gebärfähigen Alter mit Mikronährstoffen häufig unterversorgt sind, obwohl Forschungsergebnisse einer guten Versorgung große Bedeutung für die Entstehung einer Schwangerschaft zuweisen. So spielen essentielle Vitamine und Mineralstoffe eine wichtige Rolle für die Qualität der Eizellen sowie für Reifung, Befruchtung und Implantation. Antioxidantien sind wiederum wichtig zur Reduktion von oxidativem Stress, der die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Eine besondere Rolle könnte dem Vitamin D zukommen, das neben seiner Funktion im Knochenstoffwechsel immunmodulierende Eigenschaften hat und dadurch positive Effekte auf eine erfolgreiche Implantation und Schwangerschaft haben kann. In Bezug auf die männliche Fertilität zeigen die Daten, dass insbesondere Selen, Zink, Omega-3 Fettsäuren, Coenzym Q10 und Carnitin die Spermienqualität steigern können. Auch wenn randomisierte kontrollierte Studien bisher ausstehen, sprechen die vorhandenen Daten bereits heute dafür, dass eine suffiziente Mikronährstoffversorgung (u.a. Vitamin D, B-Vitamine, Mineralstoffe, Omega-3-Fettsäuren) sowohl die weibliche als auch die männliche Fertilität positiv beeinflusst.


4. FORTBILDUNGSVERANSTALTUNGEN

Online-Fortbildungen

Reihe Neuro-Endokrino-Immunologie

Spurenelemente und Vitamine in der Schwangerschaft
Mittwoch, 22. Januar 2020 um 15:00 Uhr
Referentin: Sabine Barz, Frauenärztin

Leaky gut und Darm-assoziierte Entzündung
Mittwoch, 19. Februar 2020 um 15:00 Uhr
Referent: Dr. med. Volker von Baehr

Das gesamte Programm finden Sie unter: Veranstaltungen

 

Präsenzfortbildungen

Curriculum für Heilpraktiker, Physiotherapeuten und Zahnärzte
24. bis 25. Januar 2020 in Berlin
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Praxis Dr. med. Astrid Kohl

Nahrungsmittelallergien im Kindesalter: Diagnostische und Klinische Aspekte
29. Januar 2020 in Berlin
Programm und Anmeldung
Veranstalter: IMD Berlin MVZ  

Neue Aspekte zur Bedeutung der Vitamine B, D und K bei chronisch entzündlichen Erkrankungen und Immundefekten 
19. Februar 2020 in Hamburg
Programm und Anmeldung
Veranstalter: IMD Berlin MVZ

Curriculum Metalltoxikologie Kurs 1 & 2
07. bis 08. März 2020 in Frankfurt/M.
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Ärztegesellschaft für Klinische Metalltoxikologie e.V. (KMT)

Neue Aspekte zur Bedeutung der Vitamine B, D und K bei chronisch entzündlichen Erkrankungen und Immundefizit
11. März 2020 in Oberhausen
Programm und Anmeldung
Veranstalter: IMD Berlin MVZ

Autoimmunerkrankungen als Ursache und Folge chronischer Entzündungen
25. März 2020 in Darmstadt
Programm und Anmeldung
Veranstalter: IMD Berlin MVZ

Mehr als nur Heuschnupfen - wenn die Pollenallergie auch Nahrungsmittel betrifft: Kreuzreaktionen erkennen
25. März 2020 in Nürnberg
Programm und Anmeldung
Veranstalter: IMD Berlin MVZ

Immundefekte im Erwachsenenalter – Klinik, Labordiagnostik und therapeutische Möglichkeiten
25. März 2020 in Düsseldorf
Programm und Anmeldung
Veranstalter: IMD Berlin MVZ

12. Warnemünder Tage für Komplementärmedizin
27. bis 29. März 2020 in Warnemünde
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Institut für Prävention und Gesundheitsförderung M-V GmbH

Systemische Entzündung - Sinnvolle Therapie aus Sicht der Pathogenese
01. April 2020 in Heilbronn
Programm und Anmeldung

Veranstalter: IMD Berlin MVZ

Systemische Entzündung - Sinnvolle Therapie aus Sicht der Pathogenese
01. April 2020 in Heilbronn
Programm und Anmeldung

Veranstalter: IMD Berlin MVZ

Die Misteltherapie in der integrativen Medizin: Wunsch und Wirklichkeit
22. April 2020 in Berlin
Programm und Anmeldung
Veranstalter: IMD Berlin MVZ  

Die Bedeutung der Metallbelastung für multifaktoriell bedingte Erkrankungen
22. April 2020 in Rostock
Programm und Anmeldung

Veranstalter: IMD Berlin MVZ

Godesberger Pavillongespräche: Die kranke Darmschleimhaut - leaky gut & Störungen des intestinalen Milieus
22. April 2020 in Bad Godesberger
Programm und Anmeldung

Veranstalter: Zahnärztliche Gemeinschaftspraxis & Dr. D. Haentjes & B. Milbrodt 

Die Bedeutung der Metallbelastung für chronische Entzündung, Mitochondriopathie und oxidativen Stress
29. April 2020 in Chemnitz
Programm und Anmeldung

Veranstalter: IMD Berlin MVZ

DEGUZ 12. Jahrestagung
08. bis 09. Mai 2020 in Leipzig
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin e. V.

Ausbildung zum Orthomolekular-Therapeuten
15. bis 23. Mai 2020 am Gardasee / Italien
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Vital Institut NRW.de

Kongress Metalltoxikologie 
13. Juni 2020 in Berlin
Programm und Anmeldung
Veranstalter: Deutscher Berufsverband Klinischer Umweltmediziner e. V.
 

Informationen zu Programm und Referenten sowie zur Anmeldung für diese und weitere Fortbildungsveranstaltungen finden Sie unter: Veranstaltungen


5. REDAKTION UND INHALTLICHE BETREUUNG

Dr. med. Volker von Baehr (V.vonBaehr@IMD-Berlin.de)
Dr. Cornelia Doebis (Biomarker & Durchflusszytometrie - C.Doebis@IMD-Berlin.de)
Dr. med. Oliver Frey (Immundefektdiagnostik und Immunphänotypisierung - O.Frey@IMD-Berlin.de)
Dr. Katrin Huesker (Neuro-Endokrino-Immunologie, Immuntoxikologie - K.Huesker@IMD-Berlin.de)
Dr. Brit Kieselbach (Autoimmunologie - B.Kieselbach@IMD-Berlin.de)
Dr. Anna Klaus (Allergie - A.Klaus@IMD-Berlin.de)
Dr. Anne Schönbrunn (Funktionelle Immundiagnostik - A.Schoenbrunn@IMD-Berlin.de)
Dr. Sabine Schütt (Immungenetik - S.Schuett@IMD-Berlin.de)
Andrea Thiem, Praktische Ärztin (Orthomolekulare Medizin - A.Thiem@IMD-Berlin.de)

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